Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
673
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Deutsche Literatur 67L

Schreiben und ein wenig schlechtes Latein. Indessen ist'es bemer-kenswerth, daß nur die.deutsche Sprache den Anfang einer qe-schrieben«, Prosa, und keine der übrigen neuern Sprachen vorEurlL des Großen Zeiten auswerfen kann, und unter alle» neu«-europäischen Sprachen zuerst zur Schriftsprache ausgebil'et wov?den ist. (Man vergl. Kochs Compcndium der deutschen Literatur-geschichte, i, Bd. ste AuSg. S> 27 u. sf.). Sie sind aber groß«tentheils nur Übersetzungen aus der lateinischen Sprache, weichedadurch, daß sie gleichsam das Organ der Religion wurde, noch'viele spätere Jahrhunderte von de.», Geistlichen, die aller'n dasBedürfniß eines HLHern Grades von BMung hatten, vorzugsweisegeschrieben, die Cultur der L-ndPcachcn hemmte, andern Theilsaber den Stamm einer freien Cultur so lange aufbewahrte, bis diedeutsche Schriftsprache nach erlangter vielseitigerer Cultur derDeutschen sich aus eigener Kraft entwickelt-'; denn die all-n herr-liche» Liedersagen, aus welchen das Nibelungenlied erwachsen ist,waren vor Carl noch nicht gesammelt, sondern gingen lebendigvon Munh zu Munde. Auch bilden jene ältern Sprachdenkmale''noch keine Literatur in dem oben gedachten Sinne. I. Die erstePeriode der deutschen Literatur aber beginnt mit Carl dem Gro-ßen und kann mit der Seit der schwäbische» Kaiser gelchloff n wer?den. Sie umfaßt also nach K o ch den Zeitraum von 768 b,s ltZ7. -Carl der Große ließ viel« Klosters»«!«,, Fulda, Corvey ro. er-richten, aus welchen die damals berühmtesten Gelehrten und taug«,lichstcn Geschäftsmänner hervorgingen; er war für die allgemeinere'Verbreitung der Cultur bemüht, und wollte in dieser Absicht be-sonders, daß auch die Laien Unterricht in den Schulen seines wer'»trn Reichs bekommen sollten. Er stiftete auf Alcuin's Rath eisteArt gelehrte Gesellschaft an seinem Hofe, an welcher er selbst An-o-theil nahm. Er ließ auch viel« Denkmale der deutschen Sprache^-besonders Gesetze und Lieder, sammeln, in der deutichen Spracht'Predigen, und einiges für den Unterricht des Volks aus d.m Lä?komischen übersehen. (S. d. Art. deutsche Spräche). Nur wur, '°f» seine Absichten unter seinen Nachfolgern nicht mit seinem-Griste ausgeführt. Doch war die .Trennung Deutschlands von dcm-fr-ankischen 'Reiche der selbstständigen Entwickelung der deutschenSprache und Cultur sehr vortyeilhaft. Die größten Fortschritte',n der Cultur machten die Deutschen unter den sächsischen Konigestyry an), besonders unter dcn drei Ottouen und unter der,frank,scher, Kaisern (von 1024). Im raten Jahrhundert zeichneten--e Stifts- und Klosterschnlen :» Deiftschland aus, welche-

?!" Bibliotheken ausgestattet wurden. I» diese Periode fallestEhronikenschriftsteller Eginbard, Äitichind,' Ditlnnar, LaM'-°err, Bruno, die Polyhistören und philosophischen GckriftstellechRhabunuS M-aurus und vorzüglich die, weiche in dnit-cichcr Sprache schrieben, Otfried von Weißenbi/rg., Notier, Willeapi und Ander«, Loren Schriften bei Koch r. Bd..G. 2z bis,,,Emlnct sind. zz. F,'ne neue Periode beginnt vv» dcn schwä-(11M) bis z,,r Reformation. (Ansang dcL ikltostDeutschland war jetzt nicht mehr jene Wilbnißchr'slr im Tacitus; die Moräste mpren abgezapft, bin

---oder niedebgobrannt, Lüst ünb Lsnno hakten'oeb-ff . Cliin.:, Lebensart Und Eimsohner hatteN-sich

r nerr. Der fortgefttzte Umgang Mit Italien und andern Rci»kenv. her. (Sospl. Ph.) ^ -