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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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674
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674 Deutsche Literatur

ch«n von Europa, bei den vielen Römer- und andern RittrrzüMi ^ ,die fremden Sitten, die man durch die Kreuzzüge hatte kenne«! ^lernen, die bessern Müsset, die man häufig vor sich sah, und der ^edle Eifer, ihnen gleich zu werden, hatten eine hellsacke Revolu-tion in deck Gemüthe der Deutschen angefangen. Lebensart und ,

Sitten wurden durch daß blühende Ritterwesen verfeinert, di! ,

Jdeenmasse vergrößert, Ton und Denknngüart vergeistigt, und d» Idie Sprache immer mehr der Verbesserung und Verfeinerung dir ,Denkart folgte, sb war der edlere Theil von Deutschland allmähltz ,zum Besitze alles dessen gelangt, Mas zum Anfang einer National- ,

literalur gehört. Ihre Morgenröthe brach nun an, und zwar ,

in Allemanien, d. i. in Schwäbin, mit Inbegriff eines große« >

Theils der Schweiz. Bon da verbreiteten sich ihre Strahlen bald j

über die übrigen Provinzen Deutschlands. Diese» ist die Periode ^ ,

der Minnesänger (schwäbischen Dichter) und der ihnen folgende« ,

Meistersänger, unter weichet» die Poesie wiederum sank. Die deut- ,

sche romantische Poesie, kräftig und wohltönend, beginnt die eigent- ,

liehe Nationollitcratur. Daneben zeigte sich bei den Deutsche» z

eine besondere Liebe für ihre Nationalinstitute und Sitten, da- ,

durch, daß deutsche Urkunden, Land - und Stadtrechte Und Gösch ,

seit der Mitte des izten Jahrhundert« niedergeschrieben und gk- ,

sammelt wurden. Hiehcr gehört der Sachsenspiegel (s. d. Ml §

(um 1240) durch Epko von Repzow, und der Schwabenspit- <

gel (um l282) durch Er. von Grimmenstein gesammelt. Wo« i

uten Jahrhunderte ak wurde auch da« römische Recht von Dwt- ,

sehen bearbeitet und leider auch auf deutsche Institute angewendll, j ,

Neben der Rechtskunde wurde vorzüglich die Specialzeschichte von ^ ,

den Deutschen mit redlicher Treue und religiösein Sinn bearbeit!!, l '

Hieher gehört der Bischof« Otto von Freisingen Weltgeschichte (i« i >

8 Bdn. 1146) und seine Geschichte Friedrichs l. (in 2 Bdn. bil ,

1157) ; die Werke von Heinrich von Herford (starb 1370), T«- s

belinus Persona (1420) u. m.,a., doch größtentheil« in lateiav j

scher Sprache abgefaßt» Die Philosophie wurde nun eifrig« t

studirt, indem vorher nur philosophische Werke der Alten und d« s

Araber übersetzt Und abgeschrieben worden waren, sie ymrde um z

der Theologie verbunden und zur Vertheidigung der kirchliche» »

Grundsätze gebraucht, aber auch von diesen beherrscht. UM« l

den scholastischen Philosophen zeichnen sich mehrere Deutsche sei! ,

dem Anfang des izten Jahrhunderts aus. Zu ibnen gehört »u >

Dominicaner Albert der Große aus Lauingen an der Donau (M s

1280), »velcher in Paris und mehreren d e u tsch e n Städten PP g

losophie trieb Und lehrte, wie auch große Forschungen in der Na- »

turwissenschaft anstellte. Als theologischer deutsche- d

Schriftsteller ist der Mystiker Joh. Laulcr (starb iJüi) wichtig, e

Auch wurde zu Ende dieses Zeitraums die Mathematik, Astrovo > d

mie und Mechanik von Deutschland aus fleißig theoretisch und pra' rtisch bearbeitet; daher mehrere der wichtigsten Erfindungen, W» -

aber bisher die deutsche prosaische Literalur sehr niedergeorv ^hatte, war vorzüglich Mangel an Büchern und daher Kostvar <

derselben, beschränkte Schulanstalten, die Befebdungen deS s» > u

rechts und endlich die Abhängigkeit der Wissenschaften vonMönchen und Geistlichen, in deren Händen sie blieben. SmI4tcn Jahrhundert aber wirkten die überall neugestiftetcn d bLehrinstitut», und seit dem ihten di« Erfindung der Sucher p