Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
681
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Deutsche Philosophie

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schmack ergötzte sich an einförmiger und unkräftiger Liebelei,welche vorzüglich die beliebte Guitarre beförderte. sss.

Deutsche Philosophie. Diese konnte nicht eher auftre-ten, als bis die deutsche Prosa einen gewissen Grad der Bildungerreicht hatte. So lange die Deutschen ihre philosophischen Werkenoch vorzugsweise in lateinischer Sprache schrieben, schloffen sie sichan die herrschende Philosophie, z. B. der Scholastiker, an, odertestritten dieselbe seit dem igten Jahrhundert und verbreiteten,wie Philipp Melanchthon, durch ihre humanistische Kenntniß besserephilosophische Ansichten, geschöpft aus den reinen Quellen des clas-sischen Alterthums (s. d. Art. deutsche Literatur). Die eigentlichedeutsche Philosophie charaktcrisirt sich durch das rastloseStreben nach Systemen und festen Principien. Sie beginnt mitLtibnitz, geb. 1646 (s. d. Art.), dessen Ansichten Chr. Wolfzum größten Theil aufnahm, und in systematischer Methode in Um-lauf brachte (Kit 170g). Leibnitzens Lehre von den anaebornenZdeen, seine Monadologie und Theodice, fein Bestreben nach einemhöchsten Princip gab allen denkenden Köpfen seiner Zeit zu thu«.Wolf stellte schon die philosophischen Wissenschaften in einem deut-lichen cncycivpädischen Zusammenhange auf, allein der Hauptfehlerseiner Philosophie lag darin, daß er die Wahrheit nur in Defini-tionen und Beweisen (in der demonstrativen Methode) beschlossenglaubt. Seine unzähligen Schüler bildeten diesen Formalismusbis zum Ekel aus. Er fand an Chr. A. Erusius (seit 1747)und Joh. G. Darr es wichtige Gegner, aber mehr im Einzelnenals im Gapzen. Unter den Anhängern aber finden sich mehrerePhilosovhen, welche einzelne Wissenschaften, besonders Logik, mitGlück ausbildeten, z. B. I. H. Lambert, Ploquet, Reimarus, Baumgarten (s. d. Art.) u, A. Darauf bildete sich von 17Ü0—1780 ein,Eklekticismus in der Philosophie. Einige folgten bald dem Dcs-tartes, welcher die Trennung desKLrpcrs und des Geistes zu einemGrundcharakter der neuen Philosophie erhob, bald den Psychologi-en Forschungen eines Locke. Durch Hpme angeregt, suchte end-«ch der scharfsinnige Denker Jmmauuel Kant (seit 178»), mitwelchem die neueste Philosophie (die zweite Periode der eigentlichdeutschen Philosophie) beginnt, die Gränzen des menschlichen Er-nvntnißvermpgens gegen die Dogmatiker fest zu bestimmen, undA »eigen, daß die bisherige Metaphysik eine unhaltbare Wissen-lchaft sey. Dagegen machte er die Vorstellungen von Zeit und, Ursache, Wirkung u. a. zu bloßen Verstandsobjecten, welcheauf die Ideen von /Hott keine Anwendung gestatten. Was aber>e theoretische Kraft nicht leiste, leiste die praktische, was sie aus-soy das Gewisseste./ Obwohl nun dar Gegensatz des Den-,, und Seyns durch diese Lehre erst recht grell hervorgehobenn,,, , so weckte doch diese Kritik den Geist eines freiern Philoso-unter den Deutschen, Der kühne, kräftige Denker Fichtedies« Philosophie auf halbem Wege zu dem JdealiSinnsSn» "ob, und stellte Mit der strengsten Consequeiiz ein neuesci-, V'" Idealismus auf, in welchem er aus einem Prin-«rur Ich, all« Erkenntniß und Wahrheit herzuleiten suchte, diein- s chafts 1 ehre. Diesem kühnen Unternehmen stellte sichlinü- aufzuhebende Statur und das originelle System Sch.el-»g.bs entgegen (von Einigen die Zdentitätsphilvsophie ge-> ), welche- das Absolute an feine Spitze stellte, in welchem