Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Deutsche Poesie

das Ideale und Reale eins und von welchem dem Mensch«ein Wissen möglich sey. (Daher ist ihm die Philosophie achWissenschaft des Absoluten.) Dieses sind die Hauptsh'steine der neuern Philosophie. Übrigens zeigten sich nicht nur allGegner der.einzelnen derselben, sonder» auch als Anhänger mtAusbilder derselben mehrere wackere Denker (z. B. Fries mlKrug in Beziehung auf den Kriticismus Kants, Schulze, Resthold ii. A^>; Andere trugen, aufgeregt durch den philosophirend«Geist ihrek großen Zeitgenossen, ihre mehr oder weniger «gebthümlichen Ansichten vor, z. B. Bardili, Bouterwek, Hegel, 34Jac. Wagner, Salat. Diesen Systemen, wie überhaupt der ststematischen Gpeculation, trat entgegen Fr. Hernr. Iaksbi, KtKoppen, Weiller, Eschenmeyer, welche an die Stelle de» umisttelbaren Wissens den Glauben setzen. So scheint nach dem helf»Kampfe der Ansichten die Philosophie sich mit der Religion »»söhnen zu wollen, ohne daß beide ihr eigenthümliche» Gebier««kirren. Viele haben sten Wechsel der System« unter den Deulsä«mit oder ohne Witz getadelt. Gewiß aber ist eS, daß über 4Wahrheit einer Ansicht nur dann vollkommen geurtheilt, und sichder Irrthum deutlicher erkannt werden maz, wenn sie snh "Form des consequcnten Systems dargelegt hat; und die» werd»

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Bestreben der gründlichen Deutschen. Je verschiedenere und »4rere Systeme dann auftreten, desto umfassender wird dieß«sieht des Denkers. Welche die Nachtheile weit überwiczcnde Beotheile mußte also der Deutsche von seine» Systemen erhalten? L-,U kommt, daß nicht nur dir einzelnen philosophischen Discipliw(vorzüglich die Ästhetik), sondern auch die Wissenschaft"Überhaupt durch diesen philosophischen Geist eine höher-S»statt gewonnen haben, und daher von keiner Ration alle WWschatten so sehr als ein einziges organisches Ganzes nach ihrer st«ern Verbindung und Verwandtschaft dargestellt worden sind, Ävon den Deutschen, ja überhaupt kein wichtiger Gegenstand daMenschheit ohne wissenschaftliche Bearbeitung geblieben ist,— »Upft auch die Anwendung der jedesmal herrschende» Systeme a»Idieselben zu lächerlichen Paradorien, Ausschweifungen und g»schmachloser Pedanterei verleiten mußte, endlich um eben dstwillen keine neuere Nation einen solchest Einfluß auf die wMschaftliche Bildung in Europa gehabt hat, al« die Deutschen, Ehalb wir sie mit Robertson mit Recht die Großhändler in der S«lehrsamkeit nenpen mögen. ,

Deutsche Poesie. Luch in ihr offenbart sich der Sharpter dep Deutschen (s. deutsche Literatur), vorzüglich durch gnpvolle Gemüthlichkeit in einer volltönenden , bildsamen und bM'tungsvostep Sprache. Ihre Entstehung fällt in Zeiten, woübrigen neuern Sprachen entweder noch gar picht cristirten, o«^in Europa poch nicht eingewandert, oder in tiefer Nacht vrrbMgen waren, Sie entstand aber, wie überall, viel früher alsoProsa, Man nimmt zweckmäßig drei Hauptperioden in derschichte der uns bekannten deutschen Poesie an, von welcher 0erste mist der Einführung des Christenthums in Deutschland oginnt, und die Poesie des Mittelalters begreift; denn vonirühexn Gesängen der Barden (s. d. Art.), von welchen ssa"Große eine Sammlung veranstaltet haben soll, ist keine AM A rvorhanden. Die Gedichte, welche wir aus dem Mittelalter er-

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