Deutsche Poesie
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t«n Haie«, zerfallen in zwei Hauptreihe«: I. welche einheimischeSagen und Dichtungen darstellen, 2. die, welche andern Fabel-kreisen angehören. Die erster» find der Grundlage nach weit äl-ter, wiewohl wir nur die frühere Behandlung derselben Stoffenicht mehr haben. Überhaupt scheint Deutschland reich an poeti-schen Sagen gewesen zu seyn, aus denen sich eine Art von natio-nalem Epos bildete. Unter diesen, wie überhaupt unter allendentschen Gedichten des Mittelalters (die Heiden ältesten Gedichteaus. dem gten Jahrhundert: das Lied von Hildcbrand und Hadu-brmd, und das weißenbrunner Gebet ist kürzlich (Caffel 1812)durch die Gebrüder Grimm herausgegeben worden, die übrigenErdichte aus dem fränkischen Zeitalter (wo der fränkische Dialeckherrschend war) sind, wenige ausgenommen, nur ängstlich« Über-setzungen der Geistlichen) ragt das Originalepos der Nibelungen,(zu Ende des luten oder zu Anfange des izten Jahrhunderts zumletzten male bearbeitet), hervor und ist mit Recht dem homeri-schen Epos an die Seite zu stellen (s. Lied der Nibelungen). Fer-ner gehört hiehrr die Sammlung alter Heldenlieder, welche denArmen dar Helden buch erhalten hat. In beiden ist national««utsche Poesie. Zu den fremden Dichtungen gehören die aus derÄen Mythologie und Geschichte umgestalteten, vom trojanischen«riege, von Alexander dem Großen, von Carl dem Großen undseinen Paladine«, die vom Artus/der Tafelrunde, dem heilige««rgal u, a., welche größtentheils aus Frankreich kamen. Die er-ster» waren allgemein unter dem Volke verbreitet; die walschenDichtungen hingegen fanden, wie eS scheint, an den Höfen größer«Gunst, wg hie Vorliebe für das Ausländische schon damals häufigehren Sitz hatte, obgleich dar Ausländische nicht immer von soedelm Gehalte war. So volkSmäßig als die einheimischen Sagen^""ten si« niemals werden, weil eS darin auf Schilderung'dervvfsitten und des gebildetsten RitterthumS abgesehen war, dannwegen eines gewissen fremden Gepräges, das überall durchschim-«err. Diese romantisch« Poesie, welche die Deutschen von de»provenzalen erhielten, blühte unter den schwäbischen Kaisern, undurde durch die sogenannten Minnesänger oder schwäbische«?/^E^/u>igebHdkt (obgleich sie weder alle Schwaben noch le-«änger der Liebe waren.) Alle umstände vereinigten sichZeitalter, die Poesie auf eine höhere Stufe der Vollkom-zv,.,;'" iu heben. An Macht, Volksmenge und Industrie hatte^ beträchtlich gewonnen, Fürsten und Ades waren mäch-Sckät- ^ Glanz der Höfe größer, die Reichsstädte sammelte«der Handel führte Luxus herbei, die Zeit einen andernProvenzalen romantische Schwärmerei fand leichterund Gemüther, deren Grundzüge Tapferkeit, Liebe
Dir der Frauen, Treue und innige Freundschaft waren.
D.„/l,"Mge waren das Mittel, jene« romantischen Geist nachsprack/ -u verpflanzen. Die Poesie, welch, jenen Geist au«,von den schwäbischen Kaisern, wurde ei« Lieh,Iich du!-» böhern Stände. Die Minnesänger zerstreutenGklänn, Deutschland, und dichteten nicht nur lyrisch,Zartheit^ durch eigenthümlich« Lieblichkeit, Tiefe und* e ?ep Empfindung auszeichneten*)« syndern glich mehrere
^ bi» Elgenth-mltchkelt doitfchsk Poeile fit bis Bugen,
em HoNr, wie dk Deutschen waren, säst D»'it«r»vek