Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
685
JPEG-Download
 

. dil!Ildst!

kick

ich»!

»lh»

M

>W

,il«

.»i

ltch

«ck

lies

»«>

Isü

»!»

ch>

ch

riß

««»

ich

!«

>>«

i!l-

Ikll

U

B

i!«l

lttl

>i«

M

igl>

ich

S

d«l

iM

W>

>ff

dl«

>ll<

Deutsche Poesie 685

»orzüglich aber Hans Sachs, and Hans Schnepperer, genannt Ro«senblüt. Auch gehören in diese Zeit der Satiriker SebastianBrandt (1458 — 1520)/ über dessen Satire, das Narrenschiff, vonGeiler und Keysersberg in Straßburg öffentlich gepredigt wurde:späterhin Thomas Murner (geb. zu Gkraßbüpg 147z), durchMehrere satirische Schriften, die Rarrenbefreiung, die Schelmen-Mst ic, I 0 hann Fischart (s. d. Art.) aus Mainz, und G e-trg Rollen Hagen (1542 — 1609) durch seinen FroschmäuSlerbekamt. Überhaupt offenbart sich in dem Zeitalter der Meister-singer «ine überschwenglich komische und satirische Laune, wie sieksum zu einer andern Zeit unter den Deutschen zu finden ist, undsie zeigt steh unter der eigenthümlichen Form gutmüthiger Drollig-keit und — Derbheit, welche den Deutschen angehörte. In diesePeriode gehören die originellen Anfänge der dramatischen Li-teratur der Deutschen (seit der Mitte des rgten Jahrhunderts),welche wir der Schule der Meistersänger zu Nürnberg verdanken.Locher kannte man nur die M y ster i en, Dramatifirungen bibli-scher Geschichten, grvfftentheils in lateinischer Sprache. HanSAlz, ein Borbier, und Rgsenblüt, ein Wappenmahlcr u. A.Mrten die Fastnachtsspiele ein, welche nickt nur von den ReichS-dLrger« zu Nürnberg, sondern in ganz Deutschland durch ihrenkecken und lebendigen Witz vstlen Beifall fanden. Sie übertrifftdrr geniale und erfindungsreiche Hans Sachs <1494 — 1576),vielleicht neben dein Spanier Lope de Bega, der fruchtbarste Dich-tes, dem auch ein Wieland und Göthe ein Denkmal zu setzen,dicht unter ihrer Würde achteten. Andere Dramen, wie z. B.Dich, blieben eingedruckt. Diese dramatischen Versuche scheinen^bereitet worden zu sehn durch die im igcen JahrhundertMh ausbildenden deutschen Volkslieder, welche sich durchNe Mannichfaltigkeit i'm Stosse, — indem fie sich auf alle Stän-de, Stimmungen und Situationen des damaligen Lebens beziehen,77 ferner durch ihren sin nlichen, handelnden Charakter und'W ungezügelte Frechheit, Frische und Munterkeit auszeichnen,?^vme in dieser Art neue Erscheinung darbieten. Sie. sind je-°ch, wie auch andere lyrische Gedichte, z. B. die trefflicheneines Weber (1476), nicht immer Product

r MeHersänger. Im I4ten und izten Jahrhunderte war das" ^Nd Muficiren dem deutschen Volke Bedürfniß geworden,eine >n allen Classen verbreitete Volkspocsie,^n geistlosen handwerksmäßige» Meistergesang gewis-^drängte. Im i7ten Jahrhunderte schadete ihnen die.MNde Gelehrsamkeit.und der Ruin des Wohlstandes. In die,sche» (15 und lötes Jahrhundert) fangen,auch die epi-

- allegorisch lind historisch zu werden, z. B.ben bä/ Pst»zings Tcuerdank, welcher Maximilian l. zum Hel-fen,Form der Prosa anzunehmen, wodurch der jetztvorbereitet wurde; — aus den größern ro-»au--«" ^dichten hatten sich früher schon kleinere, als Ro-den ° " a d en abgesondert. Aus den erster« tntstan-

»ieie "tschen Volksbücher: die Melusine, Magelcne undunter ibn/' Plätze bis auf unsere Zeiten das Volk ergötzt haben;Eiilenini.^ r und auch einige Originale, wie der berühmte 2 Äldiesem wie ein Heros steht der kräftige Luiher irr

* »räum« al- religiöser Sänger da, „dessen Worts Schlack