6zo Deutsche Schule Deutsches Theater
Deutsche Schule nennt man in der M «h lerer ins-besondere die Neide deutscher Mahler, welche im igten und iSK»Jahrhunderte sich d«rch eine auf deutschen Charakter gegründet!Eigenthümlichkeit in ihren Gemählden auszeichneten. Treue, umr-müdete Abeonterfeiung der Ratur bis zur Harte, hohe, gutmuchliche Einfalt im Xusdruck des Göttlichen und Menschlichen diizur Steifheit, tiefe, besonders religiöse Bedeutsamkeit und Cha-rakteristik, selbst Vernachlässigung gefälliger Form, Gründlichst»im Mechanischen sind mehr oder weniger, die Züge dieser Ei«thümlicdkeit, und sie ist den deutschen Meistern jener Zeit gemewsam, wenn sie auch nicht immer durch das Verhältniß des M<lsterS und Schülers fortgepflanzt wurden. Der Repräsentant müälteste Meister dieser Schule ist der tiefsinnige und kunstreiche Al-brecht Dürer (s. d. Art.), selbst von Rafael hochgeschätzt; fernerLukaS Kranach, besonders der Vater (1473, st. 1553), Hans Al-bern (I4Y8 bis 1554), Georg PenS (geb. 1500), ChristophSchwarz, Phil. Roos, Rugendas, Riedinger, Xlkdorfer, Hernmer-ling, welche größtentheil? auch als Kupferstecher ausgezeichnet sind,und diesen Charakter in ihren Blättern zeigen. Einige unter-scheiden überhaupt nur zwei Schulen,, die italienische und-niederländische, und meinen, die englischen, französische» »»>deutschen Künstler gehören bald zu dieser, bald zu jener. Ander«betrachten die deutsche Schule als einen Zweig der niederländische»,von der sie sich jedoch wie die deutsche und niederländische Phyßist-norme unterscheidet. Die- neuern Mahler und Kupferstecher dir ^Deutschen aber ahmten allerdings bald die Franzosen (besonder!in der französischen Periode), bald die Niederländer, bald dieJl»siener nach, oder arbeiteten in ihrem Geiste, und suchten dieVer-züge dieser verschiedenen Schulen zu verbinden. Unter den mo-sten Mahlern zeichnen sich.in der Historie-aus: Menas, Fügn, AW. Tischbein, Steinkopf (in Stuttgart), Hertsch, Näke, Hort-mann, von Kügelgen, im Portrait: Grass:, Grcck, Angelika Kauf-mann; in der Landschaft!: Hackert, Klengel, Friedrich, Weh»,!Jingg, Bieth; unter den Kupferstechern: Wilde, Baust, Helde»-wang und Andere. ää.
Deutsches Theater. Man kann von diesem nicht spre-chen, ohne die dramatische Poesie der Deutschen und ihre Schau-spielkunst zugleich zu berücksichtigen, in so fern wir nämlig Ul-ster Theater das Ganze dramatischer Darstellungen unter den L»fchen begreifen. Wie sich aber Alles aus einem roheren ZuM«allmählich entwickelt, so bildete sich auch das deutsche Theater «»-allmädlig aus und fängt mit marionettenartigen Schaudarste»'-gen aus dem Stegreife, Puppenspr'elen, ohne theatraliiche Dorrm-tung, an. Vielleicht gehen diese bis ins i3te Jahrhundert Hr»-M-Die Earnevalsmummereien gaben von selbst dazu Veranlasst»»Biblische Geschichten, dramatisch dargestellt (Mysterien g-,nannt), und sogenannte Moralitäten waren die ersten Schaust» -welche vorzüglich in den Klöstern aufgeführt wurden. Se» sMitte des izten Jahrhunderts wurden dergleichen, heionders 3mischen Inhalts, von Hans Rosenplüet, im i6ten von ASachs und Aprer (s. deutsche Literatur) gedichtet, und wadrsti -lich von.Liebhabern oder von herumziehenden Fastnachtsstr(etwas Ähnliches waren die sogenannten Spruchsprechcr zu»,.»,der Mcistersänger), vorzüglich in den Reichsstädten d«W h