Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Deutsches Theater

Tbcaier gebracht. Andern Theils wurden Mölierc-S Lustspiele häuf!»übersetzt lind aufgeführt. Die Schauspieler aber konnten ihre Kunsttheils wegen jener herrschenden Verirrungen der Dichter, theil!weil sie noch lange Zeit für unehrlich gehalten wurden, und da!Theater mit der Geistlichkeit im Kampfe stand, noch nicht mitFreiheit ausbilden. Doch fanden sie auch ihre Gönner und Amtheidigec; die Gesellschaften vermehrten sich zusehends, und es tutstanden bestimmtere Rollenfächer! In den ersten gcs Jahren dili 8 tcn Jahthunderts waren jene Staatsoctionen, und Opern (wirsie z. B. der fruchtbare Hunold unter dem Namen Menandttschrieb), nebst den ertemporirten Komödien, die jedoch wegen ih-rer Freiheit nicht selten großern Werth als jene haben mochte»,auf den deutschen wandernden Theatern herrschend. In Wien, usbisher nur Italiener gespielt hatten, fährte zuerst ein gewWStranitzky 1703 ein deutsches Schauspiel ein; er bediente sich datodes drolligen bayerischen und satzbrrr-ssschen Dialecks, und verirrn- >delte den ital. Harlekin in den deutschen Hanswurst, dcr> wie ds!Lustspiel überhaupt, hier vorzügliche Aufnahme fand. Berühmtist in der Geschichte des deutschen Theaters Johanna Neuder,geb. Weißenbocn, welche zugleich Principal»!, einer der bester da-maligen Gesellschaften-, Schauspielerin und (mittelmäßige) lliwsetzerin war. Sie spielte zuerst in Weißenfels und Leipzig, Eher in Hamburg und allen Gegenden Deutschlands. Auf sie HMzuerst der Professor Gottsched in Leipzig großen Einfluß. Diemveranlaßte sie vorzüglich seine und seiner Freunde franzosWÜbersetzungen, so wie sein Machwerk, den sterbenden Cut«,zu spielen, und gab sick überhaupt große Mühe, an die SKI»der bisher herrschenden krampfhaften Schwulst die platterectheit einzuführen. Bom Nationalschauspiel konnte bei »gänzlichem Mangel an Originalität nickt die Rede seyn. Auch«'Spuren echtkvmischer Kraft hätte er mik dem zu Leipzigfeierlich zu Grabe getragenen Hanswurst gern ausgetilgt,«!" -dieser Uicht dem pedantischen Ernst zum Trotz in immer fk"Gestalten wieder erstanden wäre, und selbst späterhin (wk " !Justus Mdser) manchen geistvollen Apologeten gefunden ,Zwar. traten auch einige geistvollere Dichter, auf, wie ein EU >Schlegel in seinem Hermann und Meyrern Lustspielen,lert, Cronegk, doch rissen sie sich Nie ganz von dein sranzoMGeschmacks los, so z. B. Geliert in seinen Schauspielen. -»regelmäßiger wurden die Schauspiele und ihre Darstellungen. -ßere Verdienste um die dramatische Und theatralische KuNfr . ^Deutschen hatte Lessing sowohl durch seine dramaturgische st -als durch seine eignen dramatischen Werke. Er suchte die Inannten vollkommenen Cbaraktere zu verdrängen, drang aufrakterhaltung und Charakterstücke, stürzte das Ansehn des »ifischen Geschmacks und seiner Anbeter, und leitete diekeir auf die gewichtigern Wecke der Engländer hin- >7./»führte er auch das bürgerliche Schauspiel> und mit ihm ..derung der (bürgerlichen) Natürlichkeit ein, und gingauch die Bersisication der Dramen abschaffen zu wollen, worgel ihm nachtrat. Seine Miß Sara Sampson wurv -Vorbild. Bedeutender ist sein Originallustspiel Mi» ^Barn Helm, und EmilieGallotti führte öum ^

Tragödie. Natürlich fand dieser Geist viel Nachahmer