W-
kunß
hüll
d»!
mit
B-r,
kvt-
dii
mit
ndtt
st-
>ti»,>«iff-r>adli I»am -da«>h«>!
-r,
da-
j,r-
»li-
attk
IM
tt-!
tb l
tck
or-
st
dit
M
»!»
a»
tle- ^a»i
Sti-
ll«
ird-
ra-
!l'N
«»
>tk
«s
. Deutsches Theater 69z
bürgerliche Familiengemählde, und das rührendeLustspiel war bald an der Tagesordnung. Dennoch bewirktedieses eine vortheklhafte Veränderung in der Schauspielkunst.„Die Erscheinung bürgerlicher Trauerspiele/- sagt Jffland (in dcnrangeführten Aufsätze), „wie Miß Sara Sampson, der Hausnatervon Diderot u. A., setzten den Staatsactioncnverein zuerst inVerlegenheit mit sich selbst. Hier waren Menschen geschildert unddie Schauspieler bemerkten mit Erstaunen, daß diese als Menschenaus dem Leben wiedergegeben werden mußten. Alle Versuche, dieSchwulst mit der Menschennatur zu vereinen, scheiterten. Zudemerschienen einige Schauspieler und Schauspielerinnen, welche daswahre lebendige Leben, ein blühendes Gefühl, die Sprache des-Herzens und die Sitten des guten geselligen Lebens in diesenneuen Schauspielen auf die Bühne brachten." — Man verlangtekeine Drathpüppen mehr; viele Hcldenspieler wurden zu Brief-trägern. In dieser Periode finden wir einen Eckhof (st. 11774),„der erste, welcher der deutschen Schauspielerknnst Bedeukuna,Werth, Anseht» und Namen erworben hat," in Anstandsrollen»Tätern (z. B. Odoardo in Lossings Emilig) und feinkoiyischenCharakteren ausgezeichnet; Reineckc, Wittböft, Döbbelin,Brandes v. A. Die Schauspielergesellschaften wurden besser,Leseproben wurden eingeführt; mehrere Hofe und Städte hattenihre Gesellschaften auf längere Zeit, z. B. Weimar, München,Wien, wo das Komische herrichend blieb, Berlin, Hamburg, »00Lessing seit 1767 dramaturgisirte. Seit die Deutschen ansingen,°>e englischen Dichter genauer kennen zu lernen, besonders auch^>rch Wieland, hatten auch dies? einen großen Einfluß auf dieBildung des deutschen Theaters. „Schröder, selbst Lustspiel-dichter, begann in dem Gebiete ideelischer Darstellungen eine n-uePeriode, indem er Shakspeare, freilich die mangelhaften Bearbei-tungen, zuerst auf die Bühne brachte. Noch müssen wir unterden bessern Dichtern, welche damals für das deutsche Theater ur-bmeteg, tzeisewitz, Gcrstenberg (Ugolino, kaum darstellbar),Hrppel (Vers. mehrerer Lustspiele), und Bock auszeichnen.AlopstvEß Werke blieben unausführbar und hatten keinen Ein-stuß auf das deutsche Theater. Götter und Bretzner arbeite-ten nach sianz. und ital. Vorbildern. Eine neue Erscheinung aufder deutschen Bühne (seit 1752) war die komische Operette, auswelcher hernach die neuere deutsche Oper entstanden ist (die ältere^genannte Oper hörte gegen 1741 auf). Ihr Stifter war Felixs pflanzte sich durch die Compositionen von Sand-
suß, Hisser, Schwerer, Wolf, Benda in kurzem fort. NebenMn liestandcn noch Jntermezzo's, aber die ertemporirte» Komö-dien horten seit 1770. auf. — Das bürgerliche Trauerspiel artetevald m das Weinerliche aus. In dieser Periode der Empsindelei,M -ostland, wurde alles auf dem Theater geweint und gewin-" °«s Studium der Charaktere nahm ab, man hing den Kopf,
e,',^ "ddnd, schmachtend, sah gen Himmel, rang sich in eine Ltti-hatte gespielt, wenn man viel geweint hatte. Auch dieÄtzern Dichter der neuern Zeit, Göthc (in seinem Clavigo,Schiller (in seiner Cabale und Liebe), trugen diesemIchmack ihren Tribut ab, aber sie erhöben sich kräftig aus dieserd-» »""2' Namentlich war es Göthe, der, begeistert durch" lltttsengeist des großen Britten, in einem echt nationalen