Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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723
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Ducaton

Dmis

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1734. s Vol. 4. und rs.) ausgezeichnet. Voltaire rechnete ihn»uiter die Schriftsteller, welche das Jahrhunbert Ludwigs XIV.»rrherrlicht haben. Er starb zu Paris 1748.

Ducaton, i. eine holländische Goldmünze (auch Ruyder ge-nannt), ungefähr 6 Thir.; und eine Silbcrmünze, ungefähr lLHIr. 17 Gr.; die erstere ist eine Natkonalmünze, die nur imLande circulirt, die Silberducatons aber werden vorzüglich >umWandel in Ostindien gebraucht; 2. eine französische Silbcrmünze(«inen halben Ducaten oder 1 Lhlr. 12 Gr. w-rrh), so viel alsein baubthaler; daher auch der verstümmelte Name dicke Tonne;z. eine (mailändische) Münze von ungefähr i .Th-r. iZ Gr.

Duchesne, oder Du Chesne (Andre), lateinisch Lllesnins,Dacdenius, Oiiei-ceranuz, ein berühmter sranzöstscher Geschichts-forscher und Sammler, welchen man daher oft den Waler der Ge-schichte Frankreichs genannt hat. Er ward geb/ 15x4 zu Ist«Nruchert in Touraine, studirte zu London und Paris, wurde zumkrnigl. Geographen und Historiographen ernannt, und starb 1640.Vorzüglich wichtig ist seine große Sammlung französischerGeschichtschreiber (Lciiprores reimn tiriiicicm UNI ill IVIvm, ?oi., denen sein Sohn Frgngois ' Duchesne den Hten aussniies Vaters Nachlaß hinzufügte), zu deren Fortsetzung die fran-jösischen Regierungen in neuern Zeiten mehrmals äusg.fodert ha-ch»- seine Loii^rörs» reruiri normaiinicm»ni <ik> <>. 8Z3 —1220;lbst seine vielen genealogischen Werke, durch welche er die Ge-eichte Frankreichs erläuterte. Die Zahl seiner Schriften istMhaupl sehr groß; einige gab sein Sohn nach seinem Tod«süizv) hiraus. Mehr als hundert Folianten soll er noch in Hand-Misten hinterlassen baden.

. Buchesnoy (Demotselle), die erste tragische SchouPielerin"s Ii-sn<;r>is in Paris, ist 1736 bei Lalenrienne» ge-w-

««». und ward im drillen Jahre zu einer Schwester nach Parisgühan, die ihr eins, der Wohlhabenheit, in welcher sie lebte, an-?nui1seve Erziehung gab. Früh zeigte sich Dem. Kuchesnoy'S Lieh«b« Kunst. Trotz der Mißbilligung ihrer Schwester, waren Cor-^>lle, Racine, Voltaire ihre steten Begleiter; man sah sie oft inAttlamations. und Attitüdenübungen begriffen, und bald bildeteoch ihr ausgezeichnetes Talent unter Lrgonvs'e geschickter Lei-Ab^völlig aus. Im September 180z betrat sie zum ersten male

»tt Pyildra die Bühne, und erhielt die Bewunderung des Pu-dluiims. Ihr Ruf war bald gegründet. Sie hat em« Rebenbuh-^>n des allg meinen Beifalls an der Dem. Georges, die ihr anEinheit überlegen ist und an Kunstfertigkeit sehr nahe kommt.Kmuer weisen jedoch in der tragischen Darstellung (sie spielt nur^'«Hab-rinnen und Heldinnen, die sogenannten ?ri-ice--es im

»rouerspiel, nie komische Rollen) ihr unbedingt den ersten Platz

Ihre ganze vortheilhafte Gestalt, der Zauber rhres Organsbas Abgerundete, Geregelte und durchaus stets den «lgen-Aruttichstkn Geist, den der Dichter in die Rolle gelegt, lebendigOffenbarende ihrer Erscheinung setz^ die wenigen sogenannten Ma-die ihr ankleben, unv von denen kein dram-rucher«"»stier frei ist, ,,, Unbedeutendheit, und bringt rhre Darstellungb» nächste Stufe der Bollkomwcnheit. ,

«...Ducis (Jean FrancoiS), ein ausgezeichneter neuerer drs-

«»l,scher Dichter der Kranzsscn- tvar 1733 »n Berlarssks gebore»,