Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
730
JPEG-Download
 

73o Edgeworth (Mar'.a) Ldtnburgh

bewilligte diesen Umgang, schlug aber den Aufschub ab, Firnioittentledigte sich seines Geschäfts mit der tiefsten Ergebung. Er er-bot sich selbst, ihn auf den Richtsatz begleiten zu dürfen. ESgeschah. Auf den Platz Ludwigs X^., wo das Schaffst errichtetwar, stiegen sie aus dem Wagen. Edgeworth siicg mit aufdas Blutgerüst; Ludwig entkleidete sich selbst. Die Büttel war-fen ihn unter die Guillotine. Da sagte Edgeworth die erhabenesWorte: Sohn des heiligen Ludwig, steig« zum Him-mel empor! und das Beil — siel. — Unter unendlichen Ge-fahren gelang es Firmont endlich, Frankreich verlassen zu kenneo.Er kam 1796 in England an. Pitt bot ihm im Ramen des Kö-nigs einen ansehnlichen Jahrgehalt; er lehnte ihn aber ab, weiler die Lasten nicht vermehren wolle, welche die briltische Regie-rung mit fo vieler Güte bereits zu Gunsten der französischen Aus-gewanderten auf sich genommen habe. Bald folgte EdgeworthLudwig XVIII. nach Blankenburg im Wraunschrveigischeu,und von da nach Mitau. Sein edler Eharakter hatte sich auchunverkennbar in seinem Äußern ausgedrückt. Folgender merkwür-diger Zug beweis't dies in einem hohen Grade. Sein Kosig ^schickte ihn an den russischen Hof, um dem Kaiser Paul dmOrden des heiligen Geistes zu überbringen, und dieser Menarch«mrde bei dem Anblick von Firmonts ehrwürdigem Wesen der-gestalt ergriffen, daß er sich vor ihm auf die Knie warf, und u«feinen Gegen bat! — So wie Edgeworth sein Leben Unglückli-chen mit evangelischer Liebe gewidmet hatte, so sollte er cS auchim Dienste der Menschheit verlieren. Im Jahre 1807 wurden nurMenge französischer Kriegsgefangener nach Mitau gebracht,«"Edgeworth bei Ludwig XVIII. lebte. Unter ihnen herrschte n»ansteckendes Fieber, das die fürchterlichsten Verwüstungen anrich-tete. Firmont hievon nicht zurückgescheucht, wurde ihr treueMund unermüdlicher Verpfleger; er achtete keine Gefahr, aberereilte ihn auch. Bom Typhus angesteckt, starb er am 2MMai 1807. Die Herzogin von Angouleme verpflegte ihn in'tlmKrankheit, und Ludwig XVIII- verfaßte selbst die GrablchMat>f sein Denkmal. Im vierten Heft der „Zeitgenossen"bet man eine umständliche Biographie dieses edlen Mannes..

Edgeworth (Maria), Tochter Richard Lopel ,Cdg-« 0 r th' s, eines Civil - Ingenieurs und Landcigenthumers IN L «geworth Town in Jxland, ist gegenwärtig die belttvr-d«nd eine der fruchtbarsten Romandichtcrinnen der Engländer,ren Products auch großcntheilS ins Deutsche übersetzt iiwrkni l -Wir nennen von den Letzter,,-, „die Denkwürdigkeiten des Gr», „von Glenthorn, übersetzt von Earoline von Woltmann-„ Schleicht ünste, übersetzt von Derselben;"funaen aus dem wirklichen Leben, 2 Bände, übersetz 'Hcnr irrte Schubart." Es befinden sich di.se sammrnwder Bibliothek neuer englischer Romane, welche seit" l8tg im ^loee des Herausgebers von diesem Lexicon erscheinen, „j,

>.°n des jetzt (- 817 ) ü Bände fertig sind. ,Jn VerbindunS W-ihrem Vater hat Maria i8vZ «in Werk über die sogens

-irländischen BuNS geschrieben, welche» sehr interessant i-

Edinburgh, die Hauptstadt in Schottland, groß ugebaut, mit fast ^,000 Einwohnern. Am östlicheniStadt sieht die ansehnliche ehemalige Re-fidcyz d«r fchomich