Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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7Zr Egede

Kaubsrer, die unendliche Schwierigkeit, ihre Sprach« zu erlernm,die zum Theil aus unnachahmlichen Tönen besteht, deren verschie-dene Bedeutung durch eben so unnachahmliche Geberden bestimmtwird. - Die ganze Mannschaft , des endlosen Kampfes mit allerArt von Elend 'müde, verlangt mit Ungestüm, nach Dänemark zu-rückzugehen. Egede selbst entschlieft sich dazu; aber der felsenfesteGlaube seiner Frau bestimmt alle zu bleiben, und mit ihr zuver-stchtllch auf ein Schiff mit der nöthiaen Unterstützung aus Däne-mark zu hoffen. Und nicht vergeblich! Am 27sten Juni kam einBoot mir der Nachricht, daß zwei Schiffe aus Dänemark mit al-lerlei Bedarf und Briefen angekommen seyen, welche die Versiche-rung der thätigsten Unterstützung enthielten. — Indeß hatteEgede seinen Sohn Paul biblische Geschichten mahlen lassen, o>den Grönländern vielleicht ein Begriff beizubringen, oder doch ihreWißbegierde zu erwecken wäre. Da dies nicht gelang, quartierteer sich mit seinen beiden Söhnen be: den Grönländern selbst ein,um ihre Sprache zu lernen. Die entsetzlichste Unrcinlichkeit, einGestank, von welchem er krank wurde, Ungeziefer, der eindrin-gende Regen, der dichs Öldampf, die Versicherung der Bewohner,daß er ihnen im Wege sey — nichts hielt ihn ab. Auf die Ver-sicherung, daß er ihnen bald sehr schöne Geschichten erzählen wolle,erhielt er Erlaubniß zu bleiben. Sorgfältig zeichnete er all«Worte auf, denn Sinn er errieth, that «ft mit Lebensgefahrweite Retten, um die entferntern Grönländer aufzusuchen, ihrVertrauen zu gewinnen (w-Ichcs ibm durch tausend Wohlthatenin einem hohen Grade gelang), oder auch, um neue Handelsvor-theile für die Krone aufzusuchm, welche fortfuhr, ihm alljährlichein Schiff zu schicken. — Was ihn» nicht gelang, das gelang sei-nen Söhnen, besonders dem Paul — das Grönländische zu erler-nen. Er ließ ihn hierauf vier Jahre in Eopenbagen die Gottti-gelahrtheit studiren, zum Prediger einweihen, und sich zum Nach-folger in Grönland geben. Fünfzehn Jahre hatte Egede der Va-ter in Grönland, unter unausweichlichen Mühseligkeiten, öfter»Airiällen von Schwermuth und endlich noch durch den Tod seinergeliebten Frau gebeugt zugebracht, und kehrte 1736 nach Copenhage»zurück, um neue Borschläge zur Unterstützung der grönländische»Christengemeinde zu thun. Die Regierung ernannte ihn MOberaufscher der grönländischen Missionen, und bestätigte seine»Sohn Paul im Amte eines dortigen Missionärs. Als das Alterihn zu soiüen ehrwürdigen Verrichtungen unfähig machte, zog ersich auf die Insel Falftcr zurück, und starb daselbst am Ztcn Mvcmber 1758. Seine Schriften sind dänisch geschrieben und au»ins Deutsche übersetzt. Sie beschäftigen sich mit der Naturge-schichte Grönlands und seinen dortigen Bemühungen, Erfahrun-gen und Schicksalen. — Der schon erwähnte Paul Egede, Eoy»Hans Egedens, ward geboren 1703. Bom isten Jahre an warer Gehülfe seine» BaterS, kam I 7 W nach Copenhagen, unvbrachte einige Grönländer mit, um sie in verschiedenenken unterrichte» zn lassen; aber sie starben sämmtlich an denkern. ---- Ungeachtet seiner großen Neigung zum Seedrenff lugep sich doch dem Willen des Vaters, und studirte die Kotresgejahrtheit in Copenhagen, erhielt, wie oben gesagt wurde,Predigerweihe und das Misstonsamt in Grönland.r?34 ging ep zu dieser Bestimmung ob, führte neue Colon l-