Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
733
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Eheschrjdung Ehre 733

mit sich und blieb bis 1740 daselbst. In diesem Jährt kehrte er NachKopenhagen zurück, erhielt die" Stelle eines Caplan« am Hospitalzum heil. Geist, und den Aufttag, noch sernec ^vrge für diegrönländische Mi-sion zu tragen. Um ihn noch besser für seinelangen. Arbeiten zu belohnen, wurde ihm das Direktorium amHospital der Waisenkinder und eine Stelle im Rathe der Missio-nen gegeben. Im folgenden Jahre ernannte ihn der König zumBischof von Grönland. Er starb am Zten Jun. 1739-'— Matthat von ihm Nachrichten über Grönland, als Auszug eines vo»-1788 gehaltenen Tagebuchs. Dänisch zu Copenhagen 1739^

- Ferner ein Oicrloimraiirn Ebendaselbst

1754., eine ArainivLtioa Arünlaiiüica, eine Übersetzung des Evan-geliums, der 5 Bücher Mosis, mehrerer dänischen Gebete und Li-turgien, und der Nachfolge Christi von Thomas a Kempis, in-Grönländisch«. L. O—r.

Ehescheidung (äivortium). Da die Ehe ihrem Wese»nach auf Liebe, ihrer Erscheinung nach auf einem Ber-trage beruht, so kann sie zwar nie auf bestimmte Zeit abge-schlossen" werden, und ist mithin ihrer Idee nach ein erst mit demTode zu endigendes Geschlechtsvrrhäirniß; da aber in der Wirk-lichkeit weder die Neigung derer, die in ein solches Verhältnißzu treten erklären, immer wahrhaft und fest ist, noch auch durchZwang realisirt werden kann, indem die äußere GeschlechtSge-meinschaft ohne die innere und ohne Liebe unsittlich ist: so kön-nen auch Umstände und Handlungen der Ehegatten, welche dicseirFederungen und mithin dem Zwecke der Eh« widersprechen, Grün-de zur Trennung derselben werden. Man nennt sie Ehescheidungs-ursachen. Das Weitere hierüber sehe man im Art. Ehr. Übri-gens ist es angemessen, daß auch bei der Trennung der Ehe dieKirche mitwirke, und daß, wie bei ihrer Eingehung, gewisse For»malitäten Statt finden. .

Ehre ist die persönliche Mürbe» die mit besitzen» in so fernsie von Uns selbst oder von Andern anerkannt wird. Hierauf be-ruht der Unterschied der innern (moralischen) und äußernEhre. Auf jene bezicht sich der Ausdruck! Ehreim Leise ha-ben, auf diese der Ausdruck: in Ehren stehen, oder halten;ferner Ehrerbietung, d. i. die Hochachtung, welche mit äußesrer Ehrenbezeigung verbunden ist, ein bescheidnes Unterordnen un-ter Höher«. Ehrfurcht,.«»« tiefe Hochachtung mit Erkennt-u>ß der Abhängigkeit und Unterwürfigkeit» so wie mit Entfernungeines Betragens verbunden, welches um die Gunst und den Beifall-1- Aöhkren bringen kann. Oft aber werden dies« Ausdrucke bloßc-n gebraucht. Das mehr oder minder lebhafte Bcwußt-

>«yn dessen, was man seiner Ehre schuldig ist, heißt Ehrgefühl»" bemüßigte und natürliche Streben nach Ehre Ehrliebe, »Äsfj'^nhnstc oder leidenschaftliche Streben aber Ehrgeiz und cghp-^n^ens jst äußer« Ehre, welch« von der ihn erst2>,behen sollte, wiederum dir bürgerliche Ehr« Überhaupt»darf ltdem zukommt, dem knan nichts Gesetzwidriges vorwerfestden or*e Amts- und Standesehrr iiisv«sbndere» die aufLelUnch ^ Standes und Amtes beruht, in so fekst Man sichin So besteht z. B. die Ehre des Krieger»

und 2 hre des Kaufmanns im Credit tt. f. w.»

wer diese Eigenschaften einem Individuum, Ha4 vermö-e fei-