Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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Encyclopädie dop Wissenschaften

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stand auffaßte», so sollte auch die Poesie Produkt dep Reflexionseyn, und ihre Ansicht wurde, vermöge das Ansehens, welche- siesich erworben hatten, für die französische Kunst und Poesie sehebeschränkend, und allen freien Aufflug hemmend. Noch größeresAnsetzn gewonnen sie durch ihre, dem damaligen Geschmack derNation ganz angemessene Philosophie; ja es ist kaum -in Beispielvorhanden, daß die Gelehrten einer Nation einen solchen politi-schen Einfluß gewonnen hätten, als die französischen, namentlichdie französischen Encyklopädisten. Aber ihre Philosophie warauch durchaus Modephilosophie, Philosophie für das gemeine Le-ben, dem Witze und der Unterhaltung huldigend. Anstatt mit fe-stem Schritte sein Ziel zu verfolgen, rasonnirte man in kühnenSprüngen hin und her, und glaubte am Ziele zu seyn, wennman eine Meinung verfechten konnte, in der etwas Nestes'undParadoxe« lag. Dieses Gemisch von Philosophie und schöner Li-teratur behagte noch mehr, da Männer, wie Mably, Condillac,Mercier, Raynal, Buffon, Helvetius, Diderot, d'Alembert, überdie Religion und bürgerliche Verfassung Meinungen vortrugen,welche dem Publikum schmeichelten, und wegen derer die Encyclo-pädie einmal von drr,Polizei mit Arrest belegt wurde. Doch nuxdie Drucker, nicht die Verfasser wurden bestraft, und bald nach-her mußte die Regierung den Druck wieder erlauben, weil sie zuschwach war, ihn zu verhindern. Den Encyclopädistcn, welcheübrigens durch ihre Verbindungen mit den angesehensten Cirkclnder damaligen Zeit die in ihrer Allg em einheit zweideutigenund anwendungslosen Räsvnneinents über Freiheit, Gleichheit undUrrechte leichter verbreiteten, wird daher ein vorzüglicher Ein-fluß auf die französische Revolution beigelegt. Daß eSi» Kranireich, sagt ein einsichtsvoller Deutscher, den sogenanntenPhilosophen (mit welchem Name» man jedoch Gelehrte, die sichmit sehr verschiedenen Zweigen des menschlichen Wissens beschäf-tigten, belegte, und von welchen nur einige den Atheismus undMaterialismus für das Höchste, in der philosophischen Weisheitanpriesen) gelang, sich der öffentlichen Meinung zu bemächtigenund dadurch eins politische Macht zu werden, welche dcn Umsturzdes Starts mit bewirken half, dies war nicht die Folge der Kraftund Evidenz der Speculationcn jener Philosophen, sondern der-vactik, »welcher sie sich bedienten, um beim Volke ein Ansetzn zuscharten, und der Schwäche des Widerstandes, der ihnen von derRegierung entgegengesetzt wurde. L,...s<

Encyclopädie der Wissenschaften ist eine Darstel-lung derselben nach ihrem Inhalt Und ihrem Zusammenhang unternnander. Dies« Darstellung kann auf verschiedene Weise gesche-tzen, je nachdem man den KintheilungLpunkt wählt, von dem manHier, wo Deutlichkeir und Leichtvcrständlichkeit die ee-Afl^rrnisse sind, haben wir folgendes V-pfahren gewählt,lck» ^"j^tischaften lassen sich unterscheiden in anthropologi-' > e und vntelvgijche. Jene haben den Menschen nach seinen-u-e " tw" moralischen Eigenschaften, diese das Ding, d. h.

"Her.unserm Innern vorhanden ist, zum Gegenstände,än«-« »^ großen Gebiete zerfällt -wieder in vier Abthei-

le L."' ras anthropologische in t) Philosophie, 2) G-sckicht«,aisL- ^ Skaatswiffenschaft oder Politik. Das cntolo-

»Me !» 1) Mathematik, 2) Physik, z) Naturgeschichte. 4) Tech.