Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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754 Englische Literatur und Wissenschaft

sollte das auch mißlungene Unternehmen nicht immer Dank verdiene»?Ist es ja doch die anbrechende Morgendämmerung, die immer Hellerund Heller unter den Tudocs heraufblühte. Denn von Elassi kern gingauch hier die Bildung aus. Ehe wir nun aber in das Einzelneeingehen, drängt sich beim Überblick des Ganzen der englischenLiteratur die Bemerkung auf, daß der große, aus der insulare-schen Lage hcrvc>gegangene, durch Jahrhundert lange Kämpfen»!tergaltene und gekräftigt«, fast an Pedanterie streifende Freihnli-trieb der Einzelnen, jener Republikanismus, den der große Abfred durch die Abtheilung des Landes in Shircn, durch Wahl«der Stellvertreter und ihre Versammlungen, durch die Gerichte derGeschwornen begründete, auch hier sich wiederfindet. Sein Analo-ges findet sich hier wieder in den mannichsaltige» Societäten; eszeigt sich in der Richtung des Wissens aus die Brauchbarkeit fürdas Leben und seine Breite, so wie in der hieraus entsprungene»mindern Empfänglichkeit für Theorie und Speculation überhauptEs tritt hervor in der Verfassung ihrer Universitäten und demGange des Studirens, und endlich in der Kraftigkeit einzelnerdort erscheinender Genien, welche die Ration selbst in ihrer ireie»Eigenthümlichkeit bestärkend — man kann in mancher Hinslll't sa-gen — bewahrt bat vor der Ansteckung der Geschmacksseuche, be-sonders der französischen, welcher sie jedoch nicht durchaus c»tzi-hen konnte, da letztere Natron überhaupt nur zum Ferment strdie Völker bestimmt zu seyn scheint. Kann man aber einer Seiltnicht umhin, in dem angegebenen Charakter eine Einseitigkeit«»zuerkennen, und ihre hier- und dorthin sich verbreitenden Ab-theile zu bemerken, so muß man doch anderer Seits in dieserstrengen, fast herben Unwissenheit immer die Kraft ehren und ach-ten, welche noch stets Gewähr und Vermittlerin für alle Vdlkc:des europäischen Staatenbundes wurde, wenn es galt. — D"Literarorcn setzen drei Perioden der englischen Literaturgeschichtefest. Die erste, hundertachtzehnjährige unter dem Hause Luder,d-e zweite ncunundncunzigjährige unter dem Hause Stuart,von i6c>z bis 1702, die dritte endlich von der Königin An»«bis herab auf unsere Zeiten. In Allem zeigt sich, trotz des An-theils, den manche, fast gelehrte Herrscher an dem Fortgang lerWissenschaften nahmen, theils durch Schriften, theils durch An-stalten und Schenkungen, daß doch Alles aus der Mitte der Aa-lion selbst hervorging, und durch ihre große Freimildigkert, wirsie, durch den Wohlstand gehoben, nirgends sich findet, geformtward. Die erste Periode nennt Heinrich VII., Heinrich VlH.(einen scholastischen Theologen, der gegen Luther äs repiem «-CÄivencis schrieb, äs iiwtirusiiäa pieds, eine Einleitung in darGrammatik, und auch dichtete), Eduard VI-, den Kirchenveeb-ffe-rer, die katholische, fanatische Maria, und die gelehrte Eli>abtth,die zweite, Jacob I., einen wissenschaftlich gebildeten Profanerund Redner, den unglücklichen CarlI. , der Wlssenschsste» beun-ruhigten Pfleger, den rohen Cromwell, den zweiten Carl, der,wiewohl üppig, doch die Societät der Wissenschaften sanctiomrie,Jacob II., Wilhelm Ikl., welche sämmtlich die Wibliotheten be-schenkten; die dritte endlich mit Anna, die drei George. .--»'werden zuvörderst den Gang dcr Wissenschaft nach den verjaues-nen Disciplinen, dann den Gang der Kunst in gedrängter u-' -sicht darlegen, und dabei von der äußer» Pflege derselben ou -e