-S6 Englische Literatur unD Wissenschaft
das Sprachenstudkum so weit gediehen, daß Ed. Bernard dieAlphabete von 2y Sprachen aufstellen konnte, so trieb im achtLehnten Jahrhundert der Sprachenbaum noch mächtiger in allenZweigen. Griechische Metrik erörterten Rieh. Da wer, Tho-mas Burgeß, die Mundarten Mich. Mattaire, mit grie-chifchkn Grammatikern und Loricographen beschäftigte sich JohnLoup. Wortkririk und höhere Kritik, einzeln oder auch beidezusammentrieben Rich. B-ntley, der an Combination,Scharf-sinn und Reichthum der Kenntnisse, wie durch logische Kunst derFürst der Kritiker geworden, Märkland^ John Laylak.Klassiker wurden herausgegeben von Baxter, Bentley, 8un>Ningham> Wak-efield, Daver, Zach. Pearce, Hearn«,Masse, Barnes, Elarke, Upton, MaNgey, Heath,Musgrave. Übersetzer waren Pope, Macpherson, Pok-ter, West, Grainger, Francis, Garth, Bremstet,Lhornton, Colman, Dryden, Beresford rc. Die nor-kische Sprachsünde förderten Hikes und Pryce; die koptischeWiiklns und Woide, die armenische William und Georg«Whiston. Die phönicische 'und palmyrenische Swinto«. He,bräisch trieben Lowth und Ken Niest mit Fleiß und Geschniocharabisch Channing. W'hite, Jon.es, Earlisle, Okley,Säle, Chappelsw, persisch Richardson, JoneS, Dow,Gladwin, Davy, Sutivatt, Gaudin, Nott, Ousely,Champion, Srott, Hadeley, In Hinsicht auf daS Indi-sche und seine Mundarten ist durch Hollvell, Halheb, Je-nes, WilkiNs, Colebrooke und die calcUttaische Ge-sellschaft ein Schatz von Kenntnissen in Umlauf gekommen, des-sen unermeßlich riefe Ausbeute erst im Fortgang? der Zeit j»Lage kommen wird. — Daß bei dieser vielfachen Beschäftigungmit vielen fremden Sprachen, bei dem Bedürfniß, welches dieForm Lssentlicher Verhandlungen in Rechtspflege und Staatskuostherbeiführten, bei der Liebe Und dem Stolz auf frühere einheimi-sche Klassiker, auch die englische Sprache durch Staatsmänner,Dichter, Geschichtschreiber zu immer größerer Vollkommenheit reis-te, und an UiNfäng, Lauterkeit, Geschmeidigkeit gewinnen mußt«,war natürlich. Ob sie aber in den letztern neuern Zeiten durchVerkehr »nd Einfluß der Franzosen wirklich so viel gewonnenhabe und so kräftig gediehen sey, als durch die früheren kräftigen,ist der Liefe des Geistes der Nation wurzelnden Männer, unterwelchen Shakspeare vor allen ausgezeichnet zu werden verdiene,dies ist eine Frage, deren Bejahung oder Verneinung von der tie-feren Würdigung der Nation selbst nach ihrem Wesen und V«-hältniß zu andern Nationen abhängt. So viel ist indeß ge«>ndaß Verfeinerung der Sprache, wie die Geselligkeit sie her»"'bringt, an sich mindestens noch nicht Bereicherung ""d Gcwmist, inbcni ja auch der Umfang ihres Gebietes von mehr uder nn»der tiefer vielseitiger Ausbildung abhängt, sondern zuvoroeepdurch die Gleichartigkeit mit den Elemente» der Bildung udann bnrch die inwöhnende Bildbarkeit sich als solchen rechtsergen muß. — Von den Verdiensten der neuesten Zeit, .das mletzt n für Deutschland so trübseligen Jähre, wissen wir, «a ^Verkehr so lange unterbrochen geblieben, nur wenig. Daßpy Herausgeber der besten griechischen Sprachlehre sby, ^
24 Nummern Ltepiisni liier, liriHu»« Hisse»« herausgeben -