Englische Literatur und Wissenschaft 757
daß er ei» klarste»! säurn»! redigirt, welches in großer Achtungsteht, daß Drummvuds bloß an Freunde «ertheilter veäixu«susisicus, gleich DupuiS und Volney,> ir.it der Calenderhyp^thesc behaftet, die mosaischen Schriften als älteste astronomischeEternmythologie betrachte, im Etymologisiern stark sey, ist dieletzte Nachricht. Wie gründlich oder »«gründlich der scharfe Tadelsden Drummond von dem ousrrerl^ revierv erfuhr, sey, laßt sichaus Mangel an Einsicht in da« Werk selbst nicht beurtheilen, ob-wohl ein solcher Tadel bei der Hauptrichtung der Engländer hier,such wenn er ungerecht wäre, nicht befremden wird. — b) Theo-logie. Wie nun das öffentliche Lebe» besonders und seineSchwingungen in England den Anbau der Svrachkunde forderten,so erging es auch in andern Wissenschaften. In der Theologiewar die äußere, oder wenn man es so nennen darf, die practi»sche nach dem Staate gekehrte Seite, nämlich die Kirche und ihreGestalt, das, wovon die Bearbeitung anhnb, und deren Lusbil.düng durch vielfache äußere Reibungen verhältnißmäßig noch mehrfortschritt, als durch die Methode des Studiums, wovon untengesprochen werden wird. So strebte Heinrich VIH. , der durchseine schon erwähnte Schrift über die sieben Sakramentegegen Luther für «inen Glaubensbeschützer galt, sich vom Papstezu trennen, und dessen Einfluß auf die englisch« Geistlichkeit zuhemmen; aber, indem er hier ganz dem Rqtionalzug des Egois-mus getreu verfuhr, und mithin isolirt wirkte, mußte wohl dasWerk langsamer gehen, und minder folgenreich und ersprießlichfür die Bildung der Nation werden, als sonst der Fall ist, wennI gemeinschaftliche Kräfte wirken. Er hob» wie Eduard VI-, meh-
I rere Klöster auf', aber hiermit war doch nur ein mögliches, be-
! drohlichts Hinder iM « g ehoben, immer noch keine Förderungsmittetangegeben. Ja als nun die schottische Maria, diese geschworeneschwärmerische Anhängerin des Papstthums, zur Regierung ge.langte, da wurden furchtbare Rückschritte durch Feuer und Blutgethan, und der äußerste Druck trieb Mehrere, die in ihremFoeiheitsgefühl ihn nicht dulden mochten, in das Ausland, auswelchem sie, nach der Königin Tode, mit neuen Kenntnissen be-reichert und gekräftigt, unter die Regierung der Elisabeth zurück-kehrten. Wie damals bereits der Adel gesunken, so war dasWölk an Wohlhabenheit und Selbstvertrauen durch Ackerbau, Han-Echifffahrt und Sieg über die Spanier gestiegen. Der eng-l «sche Freiheitsgeist trat auch in den Parteien der Puritaner, wieder Episcvpalen ungezügelt auf, und diese Leideuschaftlichkeit, ver-enden mit dem auf das äußere bürgerliche Verkehr gerichtetenscheint keine der stillen und andächtigen Pflege und Ausbil-dung der Gotteserkenntniß vortheilhafte Stimmung zu seyn. Auswird eben darum begreiflich, daß auch dies Studium un--; I. " Engländern eine Einseitigkeit gewinnen mußte, die es bisM noch gehindert hat, zur Mündigkeit und Reife zu gelangen,lrener erwähnte Streit führte nur auf zwei, durch das geniern«lmne Band der (verhältnißmäßig mehr betriebenen) Philolog»verbundene Gebiete; einmal nämlich auf Patristik und Kirchcnge-Ichlchte; worin sich John Fell, Beveridge, Wh-rto«.«urell, Eave, Usher, Bingham verdient machten (davon«unten), dann in das Feld der Auslegung. Hier arbeitete»>"«»«» Porvck, und mehrere oben bereits angezogene Mävner.