EuMches Theater
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ll!. Englisches Lheäter. Wir habest bei dieser Übersicht vor-sätzlich die dramatische Poesie und ihren Fortgang unerörtcrt ge-lassen, um sie, als das höchste Produkt, im Ganze» zu betrachten.Eine weitläufigere geistreiche Würdigung hat A. W. Schlegel inleinen dramaturgischen Vorlesungen geliefert! dem wir hier zumTheil nachzugehen für Pflicht halten. Wie überall entsprang auchin England das Schauspiel zunächst aus der Religion, und schloßsich an sie zuerst an. Und so waren denn die inorallues und mi-tteile, hierin das Ursprüngliche. . Für das erste hält man dieWunder der heiligen ^Catharine. Unter Heinrich VIII. wirdman als das erste angeführt, worauf Il^cke-rcorns, und lu-teiluä« gefolgt, dann unter Eduard VI. I-nrt^ juvenrirn; dabeiauch noch Tragikomödien. 155t wird schon Gevatterin Nor-tons Nadel erwähnt, das, bei aller Niedrigkeit, doch viel Ko-misches haben soll» ES wurden auch schwache Versuche in derForm der antiken LragLdie gemacht. Forrer und Porrex,«der das Trauerspiel von Gorbvdut aus den ersten Zeiten derElisabeth war, wie Mustapda, geistlos. Die spanische Tra-gödie war das erste ernste Stück, unsicher und bombastisch. Lil-ly schrieb Camp aspe; er war süßlich, verschroben, MaklowSEduard II. kunstlos, aber treu und einfältig. Der Flur-schütz von Wakefield und Grim der Köhler von Crey«den gehören auch noch zu den Anfängen drS englischen Theaters.Dies altenglische Theater hatte nun zwar wohl Maschinerien, aberkeine eigentliche Decorationen. Denn in einiger Entfernung vonden Wänden hingest Teppiche. Im Hintergründe war eine überdie erste erhöhte Bühne. Man spielte am Lage. Parterre warunter freiem Himmel, bracht war die gewöhnliche, etwa Feder-dusche auf den Hüten und Rosen auf den Schuhen. Knaben spiel-ten Ftauestrollen. Musik war in den Zwischenakten nicht. Sosaud Shakspeare die Bühne. Daß sein Zeitalter ungebildetgewesen, darf man wohl nicht behaupten. Die Regierung derElisabeth brachte England in hohen Flor durch Handel und Schiff-fahrt. Die Lust an den Alten war aufgeregt, wie an den Erzeug-"'sien der Italiener und Spatiier. Der Geist der Geselligkeit warkräftig, mUthwillig, witzig, und nach Mehreren Schilderungenund Darstellungen Shokspeare's zu urtheilen, gab es eistest seinenDenn, wie ein Dichter auch riesenmäßig über seine Zeityeruortagen und die noch in ihrer Tiefe unentwickelt schlummern-K'inw herauffördcrn mögt,, nie wird Man ihn doch ganz unzu-s?""u«chängend jhx nisten können. Shakspeare hatte sich-ruher nicht bloß als dramatischer Dichter hervorgethan, Und, ? der Letztere genoß er allgemeine Achtung Und Verehrung. Dies,"" glänzende Aufnahme seiner Stücke, erweist ebenfalls wie-Bu'k,' Zeitalter wohl Nicht roh gewesen seyn könne. Einkem, bei so wenig äußern Hülfsmitteln der Darstel.»es-,!,». und tieft, so freie und große Weltatlsichten vor»
wolu .. konnten und das für sie sä empfänglich war, dürfte
m unser Publikum weit, weit üherbieten, ja letzteres kann garnicke "stere in Betracht kommen. ES ist hier der Ort
aen '^"*7 Dichters unergründliche Herrlichkeit weiter ju verfdl«he»d'-« m als manche über ihn im Schwang« ge-
rr«z, «ü>!"^heile zu widerlegen; — seine Bildung ist, wie alleund einzeln« Bildung, fast den Fesselst der Zelt und der Ge-