Erkältung Erlaubt 777
von»' Throne, und setzte sich darauf. Der Minerva ließ er ein«Bildsäule, oder nach Ändern einen Tempel auf der Burg errichten,und ordnete zu ihrer Ehre das Fest der Panathenäen an. DieMythe von diesem ErichthonüiS wird verschieden erzählt. Nach Ei-nigen verliebte sich Bulkan gleich nach der Geburt der Minerva sosehr in sie, daß er den Jupiter bat, sie ihm zac Gattin zu geben.Da Minerva aber ihr Jawprt nicht, geben wollte, so suchte Vulkansie mit Gewalt zu zwingen. Nach Andern ver-angte ek dielen Sie-,besdienst für die Bemühung bei ihrer Geburt, da er mit einerArt Jupiters Stirn hatte spalten müssen, damit sie heraus konnte.Wieder Andere sagenMinerva sey wirklich dem Vulkan beigelegtworden, ehe er es sich aber versehen habe, aus feinem Bette ver-schwunden. Erichthonius verhcirakhete sich nachher mit der.Pasithea und zeugte mit ihr den Pandion. Man schrieb ihm selbstDrachenfüße zu, und weil ihn diese am Gehen hinderten, so erfander den vierrädrigen bedeckten Wagen, um darin zugleich seine Füßzu verbergen. Dafür setzte ihn Jupiter unter die Sterne, wo erals Fuhrmann noch zu sehen ist.
Erkaltung oder Abkühlung. Ein Körper erkaltet, wenner einen Theil seines freien, fühlbaren Wärmestoffs verliert. Dieskann auf zweierlei Art geschehen: entweder dadurch-, daß dieserTheil der Wärme gebunden wird, wodurch er aufhört, auf dasGefühl zu wirken, oder dadurch, daß ein anderer ihn berührenderKörper den freien Wärwestoff wegnimmt. So erkaltet unsere At-mosphäre nach einem Regen, weil sie einen Theil ihres Wärmestoffszur Erzeugung der Dünste, die nachher aus der feuchten Erd« auf-steigen, verbraucht, also gebunden wird, und ein heißer Stein,welcher der freien Luft ausgesetzt oder ins kalte Wasser geworfenwird, weil diese beiden Mitte! ihm seine Wärme entziehen. Da«Ausströmen des Wärmestoffs aus dem wärmern in den kälternKörper dauert so lange, bis das Gegengewicht in beiden hergestelltist. In der Regel erkalten lockere Körper «her aiS dichte; dochist dies nicht durchgängig der Fall. Durch Vermehrung der Ober-fläche eine« Körpers, durch Schütteln, Umrühren, Anblasen u. s. w.wird die Erkältung befördert. Auch verliert ein Körper um so eherseinen Wärmestoff, je kälter der ihn berührende ist.
Erklärung, ein Urtheil oder Satz, durch welchen die Be-standtheile eines Gedanken oder Gegenstandes zum (klaren) Be-wußtseyn gebracht werden. Arten der Erklärung sind dir (unvolk,ständigere) Erörterung, Beschreibung (Description) und die Dcfi-rntion, die vollkommene Erklärung (s. d. letzten Art.)
Erlaubt oder sittlich möglich ist alles, was nicht durch sttt-siche Gesetze verboten ist. Im weiteren Sinne bezieht sich dasWort erlaubt auch auf gewisse materiale Bedingungen, z. B.Erlaubniß durch Privilegien u. s. w. I» manchen Fällen können
Gesetze gewisse Handlungen dem Menschen frei lassen, sie we,°er gebieten noch verbieten; dieß ist der Fall bei solchen Dingen,
nicht nothwendig zur wesentlichen Vollkommenheit des Mcn?Ichen gehören. Indeß Lann eine an sich erlaubte Handlung in ei„-zcinen Fällen und bei einzelnen Personen nach Verhältniß der in-««»tduellen Umstände unerlaubt werden, wenn sie mit einem sol-wen Gemüthszustande geschieht, welcher dem Gehorsam gegen da»vittengcsetz widerstreitet. A. B. wenn man daran zweifelt, vb«Sas erlaubt sey und es doch thut, »der wenn die Pflicht darü«