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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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778 Ernährung Eroberung

der versäumt wird. Übrigens dürfen erlaubte Handlungen nichtmit Tugenden verwechselt werden; sie sind u> ihren Folgen wedereiner Belohnung noch Bestrafung fähig. Denn ob es gleich schei.nc» mochte, als wäre das Bewußtseyn, erlaubte Handlungen aufeine dem Sittengesctz angemessene Weise gethan zu haben, eineangenehme Folge, d. i. Belohnung, so rührt dies doch nicht vonde.r Materie, sondern von der Form derselben her; diese aber istzedesmal geboten.

Ernährung, die Aufnahme der Nahrungsstoffe von außenund Verwandlung derselben in organische Masse, welche zumWachsthum und zum Wicderansatz der Verlornen Theile deS orga-nischen Körpers tauglich ist. Dieser Lebensart muß demnach alle»organischen Wesen eigen sehn, da sie ihrer Natur nach sich selbstzu erhalten bestimmt sind; am deutlichsten ist er am lebenden thie-rischen Körper, welcher auf einer höbern Stufe der Organisationsteht, wahrzunehmen. Bei diesem lassen sich deutlich drei Acte-es Ernahrungsprozesses unterscheiden. Der erste ist die Ver-dauung. Diese fängt schon im Munde an, indem die Nahrung?«Mittel mechanisch zertheilt, verkleinert und mit Speichel vermischtden ersten Grad von Auflösung annehmen. Im Magen werdendurch die eigentliche Bitalkrast desselben und den speichelähnli-chen Magensaft die Nahrungsstoffe in ihre feinsten Theile vertheiltund in eine breiartige Masse, welche Ehymus genannt wird, aus-gelöset. Indem nun durch die Berdauungskraft die eigene Naturder Nahrungsmittel überwunden ist, wird der Ehymus aus de«Magen zunächst in dem Zwölffingerdarm ausgeleert, in demselbenvermittelst der hinzufließenden Galle und der pankreatischcn Flüs-sigkeit eine Abscheidung der feinsten eigentlich nährenden Stoffevon den groben« und unbrauchbaren Theilen bewirkt, welche letzterealsdann durch die Gedärme hindurch aus dem Körper ausgcworfe»werden. Der feine Nahrungssaft, der in Gestalt einer weißlichenFlüssigkeit (Milchsaft, Chylus) sich von den gröbern Theilen ab-gesondert, wird durch den ganzen Zug der Gedärme hindurch vonden unzählige» einsaugenden Äderchen aufgenommen, von denenimmer mehrere in einen Ast sich vereinigen, die Gekrösdrüsen bil-den, bis sich alle in einem einzigen Stamm zusammenfinden, wel-cher am Rückgrat!) heraufgeht und den eingesogencn Chylus ent-hält. Der zweite Act der Ernährung ist die Verwandlung desChylus in rothes Blut (S. Assimilation.). Der dritte Actist die Ernährung im engern Sinne. Indem nämlich das Blut,mit frischem Nahrungöstoff 'versehen und in den Lungen mit dembelebenden Sauerstoffgas verbunden, sich in den Körper in unzäh-ligen Lderflechten vertheilt, und alle Lhxile und Organe des Kör-pers mit frischer Lebensnahrung versieht. In dem lebenden Kör-per findet eine beständige Umwandlung und ein unaufhörlicherWechsel der körperlichen Stoffe Statt. ' Die durch das Leben undseine Thätigkeit verbrauchten Stoffe werden als übersäuerte, gleich-sam verbrannte Theile abgesondert, und auf verschiedenen WegenaoS dem Körper geschafft. Dagegen setzt sich aus dem Blute derFaserstoff, in der ersten Stufe der organischen Bildung, als Zell-gewebe vermöge der ihm inwohnenden Bildungskraft an.

Eroberung, Er o berung srecht. Eroberung ,'st 'Folge siegreicher Fortschritt- bewirkte Besitzergreifung ern-S seino«

irchen Lande« oder feindlicher Sachen im Zustande de« Krieg«. ^