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mutterlose Kinder setzten ihn in die Nothwendigkeit, zu einer bal-digen zweiten Verbindung zu schreiten, und er wählte seine nochlebende Frau, welche unter dem Namen Elisc Müller schon frü-her als Schauspielerin bei einigen großen Theatern bekannt war.In ihrer Gesellschaft unternahm er im I. 1807 eine Kunstreisenach Stuttgart, Mannheim und Frankfurt, wo ihm an beidenerstern Orten eine Anstellung angetragen wurde, aber Eßlair zogMannheim, diesen vormaligen Sammelplatz so vorzüglicher herrli-cher Künstler, vor, weil es ihm schien, als ob noch ihr Geist aufdieser Bühne ruhen müßte. Hier lebte er in der Ausübung derKunst mehrere glückliche Jahre. Das Anerbieten einer tzohernBesoldung und die Aussicht, durch einen Vorschuß die noch aus frü-hern Zeiten herrührende Schuldenlast tilgen zu können, bestimm-te» ihn, den an ihn ergangen«» Ruf von dem großherzoglich ba-denschen Hsftheater in Carlsruhe anzunehmen. Jedoch erlaubtendie damaligen ZeitUmstände nicht, die gemachte Hoffnung wegendes Vorschusses zu verwirklichen und so blieb Eßlair in derjenigentrüben Stimmung, welche den Ausflug des Genius so leicht zlrhemmen vermag. Endlich zog der nun verewigte König Friedrichvon Wirtemberg im I. 1814 diesen wackern Künstler aus seinerbeengenden Lage, indem er ihm und seiner als Schauspielerinausgezeichneten Gattin nicht nur einen bedeutenden jährlichen Ge-halt auf lebenslang zusicherte, sondern nun auch den von Eßlairso lange vergebens gewünschten Borschuß ohne Interessen leistenließ. Bon jetzt an entwickelte Eßlair, von keinen widrigen Ein-drücken gestört, das Höchste der Kunst, sowohl in tragischen Rol-len, wie Thescus in Phädra, Teil, Otto von Wi'ttelöbach u. a.,als auch im bürgerlichen Schauspiel mit Berlaugnung seiner schönenimponirendcn Gestalt, wie z. B. als Oberförster in den Jägern,
- Dallner in Dienstpflicht rc., so daß er sich nicht nur in Stuttgartbei dem Publicum den entschiedensten Beifall erworben hat, son-dern auch auf seinen mit seiner Gattin jährlich unternommene»Kunstrasen von dem Ausland als einer der ersten jetzt lebendenSchauspieler anerkannt wurde. Möchte künftig ununterbrochen«in günstiges Geschick über diesen seltenen Talenten walten! ?I 4 .
chEssen (Hans Heinrich Graf von). Im I. 1312 und 181zcommandirte er die schwedische Observationsarmee gegen Norwe-gen, ward dann schwedischer Feldmarschall und im I. 2814 Statt-halter von Norwegen, legte aber diese Stelle im I. 1816 nieder,und zog sich auf seine Güter in Schweden zurück.
L'Estocq (Anton Wilhelm), General der Cavallerie, Ritterde« preußisch,» schwarzen und rothen Adler-, ingleichen des Ver-dienstordens, auch des russischen St. Alexander-Newsky- und St»Georgenordens zweiter Classe, Domprobst zu Brandenburg u. s.w-, starb im 77sten Jahre seines Alters am zten Jan. iglA an«iüer Lungenentzündung. Geboren zu Hannover den löten Aug.M8 trat der Verewigte 1758 im Regiment GenS d'Armes glSLunker in königl. preußische Dienste, dann als Adjutant des Ge-nerals von Ziethen in das Leidhusarenregiment; stieg von Stuf«zu Stufe bis zum Chef des grünen Husarenregiments und späterzu dem des Regiments Towarczys; wurde successive Gouverneur, A"i-Ostpreußen, commandirender General in Preußen, hier-aus Gouverneur von Berlin, und wiederholt von Berlin und. denProvinzen zwischen der Oder und Eibe. Während dieser ganzen