888 Geldbedarf Gelee
wo Metall zum Dermögensmesser gewählt worden, versucht, jwii 4
versckiebene Gattungen desselben, Gold und Silber, neben einander t
als Maßstab zu gebrauchen, aber überall mußte dieser Versuch b
mißlingen, weil stets das Verhältniß zwischen dem verglichene» !
Wcrtbe des Goldes und dem des Silbers schwankend war, und z
es der Natur der Sache nach nicht anders seyn konnte, überall, f
wo wir die Werthe der Dinge bald nach Gold und bald wieder Z
nach Silber schätzen sehen, erscheint bei näherer Prüfung immer 1
nur die eine dieser Gattungen von edlem Metall als wirk! ch» I
'Maßstab, die andere hingegen bloß als Waare, deren Werth be- >
reits nach jenem Maßstabe ist gemessen worden. Wett aber du >
Dermögeusmesskr nothwendig von dem geringsten Vermöge^ideili s
beginnen muß, so ist Selber bei seinem geringern per, icheim i
Werthe iu der Regel der Maßstab und Gold die Waare. Wir! i
also z. B. der Werth einer gewissen Waare abwechselnd bald z> s
ein Lorh Gold und bald wieder zu vierzehn Loth Selber geschätzt 1
so ist da« Silber gewöhnlich der eigentliche Maßstab des Werths >
das Gold hingegen nur ein« Waare, von der eS im AugüiM >
der Schätzung allgemein anerkannt ist, daß sich ihr Werth zu der s
des Silbers wie 14 zu i verhalte. Auf gleiche Weise kann stub -
des Goldes irgend ein anderes Genußmittel neben dem Silber dm >
zu dienen, den Werth einer Waare auszudrücken, wenn nur zurZeit der Schätzung da« Verhältniß keinem Zweifel unterworfen ist,tu welchem jene« Genußmittel zum allgemeinen Werthmeffer, demSilber steht. Aber dies allein reicht noch nicht hin, ein solches Ge-nußmjttel zum allgemeinen Vermögensmetser, zu Geldju erh'ben. — Der gemeine Sprachgebrauch verwechselt häufig ißBegriffe von Geld und Münze mit einander, Heide find ad»wesentlich von einander verschieden, denn während das Geld tustimmt ist, die Werthe zu messen, also da« Werthverhältmider Güter unter einander auszudrücken, hat die Münze de»Zweck, den verglichenen Werth der in den Lauschverkehr gebrach'ten Güter auszugleichen und enthält zugleich eine wirklich!Anweisung auf den Besitz solcher Güter. Die Völker älter»und neuerer Zeit haben die großen Vortheile erkannt, welche dar-aus hervorgehen, wenn ein und derselbe sinnliche Stoff zum Gel«und zur Münze gewählt wirb, daher sehen wir fast überall ««edlen Metall zugleich deq Dienst von Wertbmeffer undWerthautgleichungsmittel verrichten, aber eben diesem Umstände M«s auch zuzuschreiben, daß man so lange Zeit hindurch die sehrverschiedenen Begriff« von Geld und Münze mit einander IWechselt und vermischt bat, wodurch über diese ganz wichtige LehnDerwirrung ünd Dunkelheit verbreitet worden; erst den Schelfi-stellern der neueste» Zeit verdankt man es, den wichtigen llnl»'schied ins gehörige sticht gestellt zu habe». (S. Münze), — -!>nach dem aber das Geld bestimmt ist, den Werth der beim W«',verkehr oder den Werth der beim National verkehr in »»Lausch kommenden Waaren zu messen, heißt dasselbe entwederWeltgeld oder Nation« lgeld.
Geldbedarf, s. Münzbedarf, ^
Grldumla uf, s. Münzumlauf. ,
Gelte (Glaube), bekannter unter dem Namen Glaube r0 'vain (Gtaudius von Lothringen). Dieser nie genug S'p"/",Handschaftsmahler wurde iü<x> in dem lothringischen Schloß