890 Eenrralirätslande Eenvvev»
fühl über erhaltenes Mißvergnügen; Hoffnung, das angenehmeGefühl über ein zu erhaltendes Vergnügen; Furcht, das iinange-mehme Gefühl über zu erhaltendes Mißvergnügen; Schrecken, d»iGefühl plötzlich erregter Furcht; Ba n g ig k ei t. und Angst, diepeinlichen Gefühle der Furcht vor eintretendem Übel; Zorn, plötz-lich und heftig erregtes Gefühl über erlittenes Unrecht; Schamund Reue, unangenehme niederdrückende Gefühle über begangenesUnrecht, oder ausgeübte Unziemlichke'ten, oder öffentliche Darstel-lung irgend eines unserer Mangel. Dies sind die Affekten, welcheman reine nennt, weil immer nur ein bestimmtes, angenehmesoder unangenehmes, Gefühl herrschend ist. In andern hingegensind diese beiderlei Gefühle gemischt. So ist Erwartung eineMischung von Furcht und Hoffnung, Bestürzung von Freudeund Traurigkeit.; eben so Mitleid, Besorgniß, Sehnsucht,Wehmuth, wo das Gemüth in eine zarte Bebung gebracht, sichin einer traurigen, und doch durch die Lust an dieser Trauer selbstsanft versüßten Stimmung befindet. Übrigens finden bei mehrererverschiedene Grate Statt, bei der Freude dos Entzücken, beidem Schrecken das Entsetzen, bei der Traurigkeit der Gram,hei dem Zorne die Wuth. Bon einigen wird das Herz mithinnur in sanfte Regung gebracht, von andern heftig erschüttert; jenewirken wohlthätig, diese zerstörend auf die Organisation, denn sieerschöpfen durch Übermaß der Erregung die Lebenskraft. Aus demmoralischen Gesichtspunkt betrachtet gilt im Allgemeinen derGrundsatz, daß man seine Affecten beherrschen solle, weil dochimmer die Vernunft dadurch ihrer Herrschaft beraubt wird; Haupt'sächlich gilt dies aber doch von denen, die leicht ins Unmoralischeausarten, z. V. Zorn, Rache u. a. In äst h etlicher Hinsichtführen die, so von Kraft und Stärke zeugen, wenigstens einenSchern von Erhabenheit bei sich, und es kann dann wohl aucheinen edlen Zorn, eine edle Rache-geben, die von Schwächezeugenden hingegen gehören mehr in die Sphäre des Scköneu, r-B- alle sogenannten sch m elz e n d e n Affecten, wie Wehmuth, Mit'leid, Schmerz, der sich selbst den Trost versagt u. a. m. üä.
Gcneralitätslande hießen sonst in Holland diejenigenLande, die nicht zu den vereinigten sieben Provinzen, sondern un-mittelbar unter die Generalstaatcn gehörten, z. K. das holländischeFlandern oder Brabant, der holländische Antheil an Limburg »»dGeldern.
Genoveva, die heilige, (8r. Oanevieve): i. geb. zu Nblerne, drei Meilen von Paris, 422, um die Zeit Pharamunds, desersten Königs von Frankreich. St. Germain, der Bischof »o»Aurecre, bemerkte frühzeitig an ihr einen besondern Beruf MHelligkeit, und rketh ihr, das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit zuthun, welches sie auch dem Bischof von Paris ablegte. Nach ihsckÄltern Tode begab, sie sich nach Paris. Jedermann wollte h>»fiüchten, als Lttika mit feinen Hunnen in Frankreich einbrach, Ge-noveva trat auf mit der Verkündigung völliger Sicherheit, wofernman sie nur durch eifriges Gebet ersiehe. Attila zog aus decCyaw'pagne nach Orleans, ging von da nach Champagne zurück, ohnParis zu berühren, und wurde 451 geschlagen; dies gründete dender Genov-va Ruf für immer Bei einer großen ?
fuhr sie auf der Seine von Stadt zu Stadt, und brachte vakikLli große Schiffe voll Korn zurück, das sie unentgeltlich unire