Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
899
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viele schwache Punkte hat, bis zum tilsiter Frieden. Er war wäh-rend der Belagerung Obrisr geworden, nach derselben erhielt er'scheinbar seinen Abschied, und schien mißvergnügt nach England zugehen, während er in der That als geheimer Gesandter seinesHofes dort war. Im Jahr i8io kam er . zurück, und arbeiteteeine Zeit lang im Ministerium. igiZ ward er Generalmajor undEeneralquartiermeister, und leitete in dieser Qualität den ausge-zeichnete« Rückzug von Lützcn bis Breslau so meisterhaft, daß derverfolgende Feind in verschiedenen Gefecht,» 40 Kanonen v-rlor,ohne den Verbündeten eine einzige abgenommen zu haben. Wäh-rend des Waffenstillstandes beschäftigte ihn die Auscildung derLandwehr. Er wurde während desselben an der S'.elle des ver-storbenen Scharnhorst Chef des Generulstabcs. In dem .weitenFeldzng (nach dem Waffenstillstände) war er beständig bei demFeldmarschall Blücher; die Vernichtung des macdönaldschen CvrpSan der Katzbach, der Übergang bei Warter.burg über die Elbe,und der glückliche .Erfolg der Schlacht bei Möck.rn (Leipzig) amlöten Oktober waren großentheils Werke seiner'Rathschläge Erward Gencrallieutenant. Im Jahr 1814 »ahm er an den Siegenbei Brienne und Paris, so wie an der Schlacht bei Montm.railbeträchilichen Antheil; seine Meinung gab in kern Kricgsrath,wo man über das plötzliche Vordringen nach der Hauptstadt be-rathschlagte, den Ausschlag. Räch dem prriser Frieden ernannteihn sein dankbarer König zum General der Infanterie, erhob ihnin d n Grafenstand, und gestattete ihm, sich eine Damaine vonichooo Thalern jährlicher Einkünfte auszuwählen. Jm^Jahr 1815war er es, der die bei Ligny überwundene preußische Armee nachwenigen Stunden wieder in den Stand setzte, eine Schlacht lie-fern zu können, und der durch diö rasch angeordnete Verfolgungder bei Belle-Alttance (Waterloo) geschlagenen französischen Ar-mee diesen Sieg zu einem der glänzendsten in der neuern Geschichtemachte; er folgte dem Feinde auf dem Fuße bis Paris, und nahmals Minister an dem dortigen Friedensschlüsse Theil. Hieraufward ihm das Gouvernement der Rbeinprovinzen übertragen. ImFrühjahr rgrö fühlte er sich theils wegen seiner Gesundheit, theilswegen Politischer Gründe bewogen, seinen Abich.cd zu fodern.Sein Monarch, welcher einsah, daß Gneisenau dem Staat uner-setzlich sey, gewährte ihm in den huldvollssen Ausdrücken die Er-lausniß, während des Friedens mit ganzem Gehalt »ach seinemeignen Willen leben zu können, behielt sich aber vor, denselbenFalle eines Kriegs wieder anzustellen. Gneiienvu begab sichA"anf in die böhmischen Bä er, und sodann auf seine Güter in^.Missten. Mit genauer Kenntniß dessen, was dem Heerführernöthig ist, verbindet Gneisenau einen bewunderungswürdigen mi-^"Mchen Blick, eine rasche Übersicht, und einen durchdringendenScharfsinn. Schnell weiß er sich, auch in der bedrängtest«, Lage,"".fassen, und selbst seine rascheste» Entschlüsse tragen das Ge-präge der Bestimmtheit, Zweckmäßigkeit und Ruhe. Nie hatT^aa thn auf dem Schlachtfelde verlegen gesehen. Mit diesen krie-gerischen Eigenschaften, die den großen Feldherrn beurkunden, ver-. . "'St er die liebenswürdigste Bescheidenheit, und seine Lugenden? ° Hausbar, snne Talente eines guten Gesellschafters zwingen«li M sA 'h" "fö Feldherrn verehren, Achtung und Liebe für ihn

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