Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
918
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-IS Hammer

Nuntius Garampk, und des Grase» Carl Revitzkh (isterreichi-fchen Gesandten f» Warschau, Berlin und London, Übersetzers desHass), gelehrten Kenners seiner Muttersprache, der ungarischen,der deutschen, französischen, italienischen, englischen, slavische»,lateinischen, alt- und neugriechischen, türkische«, persischen, ar»-dischen und sämmtlichen Bibelsprachen). Jenisch begann damalsschon durch die orientalische Akademie die Herausgabe des ver.dienstreichrn, unter Meninsky't Namen bekannten arabisch-per-sisch-türkischen LericonS. Trotz seiner frühe» Jugend war Josephvon Hammer einer der eifrigsten und ausgezeichnetsten Mitarbei-ter desselben. 1796 vollendete er bort seine sämmtlichen Studie»,und trat in die wirkliche Dienstleistung. Der Freiherr von Thu-gut wollte ihn 1797 zu einer Sendung in das durch den Friede»von Camps-Formio neu gewonnen« Dalmatien und Albanien ab-senden, wovon er nur zufällig abkam. Studien, Reisen, und dieinnig« Freundschaft des großen Geschichtschreibers Johannes Mül-ler füllten dar Jahr 1798. Müllers hinterlassene Briefe sind einzu allen wißbegierigen Jünglingen redendes Denkmal dieses schö-nen Bundes. 1799 kam Hammer als Sprachknabe nach Eonsta»-tinopel zu dem Jnternuntiu« Peter Freiherr» von Herbert. Ersollte Österreich einen Weg nach Persien und Ostindien bahnen;alt aber die Convention von El-Arisch wegen des Abzuges derfranzösischen Armee aus Ägypten geschloffen wurde, sendete Ham-mern sein väterlicher Freund Herbert »ach Ägypten mit einer diek. k. Sonsulate betreffenden Commission. Hammer erhielt zugleichvon dem gelehrten Herbert antiquarische und litcrarische Aufträge.Diel« Seltenheiten der kaiserlichen Bibliothek find eine Ausdeute-dieser Reise, die Ibis-Mumien, die Sammlung arabischer Briefe,der selbst im Morgenland« seltene, bändereiche arabische Ritterro-man Änthar, der Hieroglyphenstein aus den Catakomben vonGakara, sind lauter Äusbeuten dieser Reis« Hammers. Bei derSalb darauf eingetretenen Nichtratifirotion derselben, nach KlebersLob und bei Menou's unerwartetem Widerstand machte Hammer,Dolmetscher, und Secretärsdienste thuend, den ganzen höchst wich-tigen Feldzug unter Hntchinson, Srdney Smith und Jussuf Pa-scha mit. Nach dessen Kudigung ging er über Malta und Gibral-tar im GpLtjahr rMr nach England, im April 1802 von Londonnach Wien, im August darauf wieder al- LegationSsccretär nachConstantinopel, 1306 als Consular - Agent in die Moldau, indemwichtigen Augenblicke der französisch-russisch, preußischen Krieges»welchen auch Duckworth« Expedition in die Dardanellen bezeich-nete. Der französische Minister Reinhardt, selbst Gelehrter, da-mals Abgesandter bei dem Hospodar der Moldau und Wallachey,zeichnete den gelehrten Hammer sehr aus. Hammer blieb nun st»dem Sommer 1307 in Wien angestellt. Bekannt genug ist stu>großes Verdienst um die Rettung eines guten NheilS, der 180Ywährend der Besetzung Wiens durch die Franzosen, von Denennach Paris entführten Schätze der kaiserlichen Hofbiblioth» rinorientalischen Manuscripte. Im Oktober 1815 wurde Hummerzum ersten CustoS der kaiserlichen Hofbiblivthek ernannt, weicyStell, einst Johannes Müller bekleidet hatte, die aber Hammnun ehrerbietig auSschlug, wegen verschiedener Schmälerunge», vmit diesem Posten zeithrr vorgegangen waren. — Man yarihm: Zeichnungen auf einer Keife von Wie» über Lriest na«y -