Heerra Heidelberger Bibliothek 9-7
nttith ber.Hkrsintmng und LMüheung auf,ein« heitere Weise vomUnsittliAep ah zym. Sittlichen hin., Hat uns nun dergestalt dirDichter mit Heiterkeit durch da« Leben geführt, s« spricht, er nunsuch.durch die Drgäne der Bauern und Nachtwächter.dir höherenGefühle pari Lod, Liergänglichkeit des Irdische»,,'Dauer desHimmlische», vdm Leben jenseit,, mit Ernst , ja melancholisch auS.Allen diese» innern gute» Eigenschaften kommt die behagliche uaioeSprache sehr zu üairen, aus der er sich eine» Styl gebildet hat,der zu diesem Zwecke vor , unserer Mchersprachr-große L;rzv.gehst. ' ,
Heeren (A. H. L.), Hofrath und.Professor der Geschichte«uf der Universität Gstiinge», Lütter des GuelfenordenL u. s.w.,«cb. im I. N7üq. Selten hat sich ein Historiker auf seinem Po-, sie» so der. Zeit angeschmiegt wie er. 2 hm entging nicht, dqstmanch« Revolutionen der Grieche» und Römer erst durch die Gjyf,! schichte unserer Lagt ganz begreiflich wurden, und er säumte nich^,diese auf jene anzuwenden (Handbuch der Geschichte der Staate»des Alterthume izro); gewichtvoller als jemals zeigte sich d»SSystem der Eolonien in der eurLpäischcn PvUtik, und er zog est.mrhr, Hß je geschehen war, in die Geschichte (Handbuch der Ge-schichte hes europäischen Staatrnsystems und seiner Colonies,180-)-) . emsig suchte er auf, wa« interrfsiren konnte, und vermieddagegen, , was mißsallm oder Anstoß geben konnte. In seine»2 d«n-Lher.Handel und Politik der alten Welt (1805) rückte.«
! uns da« . Alterthum nahe, und forschte den Handelswegen der al,'! ten Völker scharfsinniger und unbefangener nach, als bisher ge-schchen. Weniger Werth hat seine Geschichte deS classischen Stu«diuiuö.srM—1502), denn ein Werk der Art muß dse Blüthe dererlesensten Gelehrsamkeit und an Resultaten kleiner, zusamme»-HLnacnder, unbeeilter, in das tägliche Geschäft verflochtener Un»tessuchungen fruchtbar seyn, wie es jene Cvmpilation nicht ist,Bon dem französischen Nationalinstitut erhielt er den Preis fürseine Untersuchung über die Kreuzzüge, welche den Mann verrätb,der auch das Mfttelalter so vielseitig aufnahm, wie irgend ei»Historiker, wiewohl die Grün dgelchrsamkeit, das ganz specielle,in sich selbst gegründete Wissen hier viel sichtbarer fehlt, als inden Ideen über däs Alterthum. Im Allgemeinen verbindet Hee-re» eine mehr al- gewöhnlich« Gelehrsamkeit mit nicht gemeinemScharfsinn ; seine Darstellung ist leicht, und für jeden Gebildeten»hne Anstrengung faßlich ; doch läßt sich nicht verkennen, daß erbei aller Breite seine Resultate Mit einer gewisse» Hast undSpannkraft, sein erhöhtes Gefühl mit einer gewissen Art sagt,als sey er desselben nicht historisch mächtig geworden. Eine um-! fassende Geographie der alten und mittlern Welt zu schreiben und>u diese« Werke eine ewige Grundlage für die Geschichte zu schas-sen, wäre er vielleicht geschickter als irgend ein anderer.
Heidelberger Bibliothek. Die Universität Heidelberghat da« Unglück gehabt, mehr als einmal ihre Bibliothek zu »er-^ Ar«». Die berühmteste darunter, und von der auch hier nur die! Rede seyn kann, ist diejenige, welche nach der Einnahme und! Plünderung der Stadt durch Lilly im I. 1S2S von dem HerzogMaximilian von Bayern als Kriegsbeute angesehen und'demPapst Gregor XV. geschenkt wurde. Diese Biblioth-k entstand<"» Schluss« des »ierzehnse» Jahrhunderts, und erhftlt damals