Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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9^6 Hoistetn Hormayr

Constitution. für das ganze Königreich entwerfen; des Königsjährliches Einkommen aus den Sraatscaffcn wurde auf 2,400,00aGulden erhöht, und 200,000 Gulden wurden für seirie Sommer-und Winterwohnungen bestimmt; die Gsneralstaaten oder Reprä-sentanten des Voikh sollen aus zwei Kammern bestehen, welcheden Titel: Edelmögende Herren, führen; es gibt dreiStände: Ritterschaft, Städte und Landleute; im ganzen Reichesoll völlige Religions- und Gewissensfreiheit herrschen. Von de»asten vereinigten Provinzen wurde diese neue Constitution wülizangenommen, gbcr in den ehemaligen belgischen Provinzen sau-ste, auf Antrieb der Geistlichen, anfangs heftigen Widerspruch,wurde aber doch endlich eingefübrt. — Nach dem den beidenKammern -vorgelegten Budjet beträgt die Ausgab- des König-reichs der Niederlande für das Jahr 1817 78,400,000 Gulden,davon sind gerechnet: 2,600,000 Gulden für die Haushaltung desKönigs, 1,184,000 Gulden für die großen Staarsdevartcn-enrs,28,000,000 Gulden für die Landmacht, 5,000,000 Gulden für dieMarine. Die Einnahmen fließen aus den Zöllen, der Landsteuer,Personen , Mobiliar-, Thüren- und Fcnstersteuer, und den in-directen Consumtionsabgaben. Noch hat das Land sich nicht vonden erlittenen Unfällen erholen können; Schifffahrt. Handel undFabriken- stachen, und es gibt dermalen viel unbeschäftigte Händein diese,», sonst so industriösen Lande. Vergl, N-kderlqnde (Kö-nigreich der).

flHolstein. — Im Jahr igig trat der König yon Dä>st- >mark dem deutschen Bunde wegen des Herzogshums Holstein bei, >und erhielt für dasselbe bei dem Bundestage eine Stimme, mitwelcher später die Stimme wegen Laurnbupg vereinigt wurde,Holstein wurde dadurch wieder in Verbindung mit Deutschlandgeletzt, und.eine ständische Verfassung sollt? der Bundesacte gemäßeingeführt werden.

Honthorst (Gerhard), ein vorzüglicher Mahler der nieder-ländischen Schule, geboren 1592, der sich in Italien bildete undvon den Italienern seinen Zunamen stelle noerl daher erhielt, dasfast alle seine Bilder von, Kerzenlicht beleuchtet waren. Er gehörstzu jenen Künstlern seiner Zeit, die damals vorn höchsten Grad desManierirten und den willkürlichsten Ausschweifungen der Phantasiedes Apinos und Mcrigi in eine sklavisch treue Nachahmungder Natur, nach Earavaggio verfielen. Jedoch entlehnte Ho n t-horst von,, Earavaggio .nur seine Carnatiyn, sein Leben, seine,großen Schäften und Lkchtmaffen, wogegen er in den Umrissen ge-nauer, in der, Formen gewählter/ in den Bewegungen graziöser .war. Er war zifl>ht Mahler des Prinzen von Orqnien, wohnteim Haag, und arbeitete viel auf dem Lustschloß „im Btisch" S*-nannt, wv noch gegenwärtig viele seiner schönsten Bilder z» sehe"sind. - ^

Hormayr (Joseph Freiherr von), Stephansordens-Ritter,geheimer Rath und tyrolischer Kanzler, aus einem altadeligen, ur-sprünglich bayerschen Geschlechte, wurde am iMn Mqi 170Z zsiJnsbruck geboren. Schon als Jüngling z.iclmete er sich int jur>-dflchen ii id publicistischen Fache als Schriftsteller aus, dient- mSchwäbisch - Österreich und in Tyrol, dessen ganze Organisation nachdem neuen System Thereliens, die ivm "vorzügliches Zutrauenschenkte, er yrößtentheiis besorgte, Are herrlichen StraßenanlageN