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Hvrmayr ^.8/
in Lyrol.sind größtentheiis sein Werk. Er erklärte sich» in Öster-reich der Erste und ian ge vor So nn enfels. mit der größrenFreimüthigkeit gegen den barbarischen Gebrauch der Folrer. Un-endlich viel nützte er seinem tyrolischen,-Vateriande als wärmsterFreund der Gelehrten und Künstler, z. B. des Hirten lind Geodeten Peter Anich, der Naturforschers Scopoli, Niklas und GregorFontana, des großen histo'i chcn Kritikers-Tartarotli, durch seinewichtigen Ve-rbindungen mit Muratori, Massei, mit den Lkademi-kern von München. 'Überhäuft mit Beweisen des schmeichelhaftestenZutrauens seiner Monarchen, starb er am M» August 1778 zuJnsbruck.
Hormayr (Joseph Freiherr von), Enkel des Obigen, geborenzu Innsbruck am Losten Januar 178k, widmete sich in frühesterKindheit dem Studium der Geschichte, zumal der vaterländischen/dahingezogen durch sein außerordentliches Gedächtniß, vermöge des-sen er ganze Elassiker, in bis 12.000 Verse vor und rückwärts,und eine ungeheure Menge historischer Facten, Namen und Jahrzahlen auswendig konnte. Im achten Jahre schrieb er eine kleinelateinische Geschichte von Bayern, im dreizehnten gab er seinerstes Werkchen, eine Geschichte der Herzoge von Meran, in Druck.1794 bezog er d>e insbrucker Universität, vollendete 1797 die ju-ridischen Studien, und. trat im gleichen Jahre in Dienste. 1798begann er die Ausarbeitung seiner „Beiträge zur Geschichte Tyrolsim Mittelalter," worin er die meistenQuellen selbst entdeckte, her-ausgab, und zur Lösung aller Vorfragen und Hindernisse benutzte,die der Geschichte Tyrols selbst im Wege stehen konnten, die er imWinter 1305 herausgab, eben im Augenblicke der schmerzlichen Los-reißung Tyrols von Österreich. 1799 und 1800 diente er in dertyrolischen Landwehr in allen Graden, in den meisten Landesgegcn-den, Herbst und Winter 1300 erwarben ihm mehrere Auszeichnun-gen , die späterhin für ihn so folgenreiche Freundschaft CdastelerS,Und obgleich der jüngste Hauptmann der Landwehr, die Beförde-rung zum Major. Im Spätjahr 1301 kam er nach Wien undwurde im März 1802 im Ministerium der auswärtigen AngelegenSeiten, in der Section von Deutschland, angestellt, und zeichnetesich dergestalt aus, daß er schon im Avril 1803 wirklicher Hofsccre-tär wurde, das Portefeuille der deutschen Angelegenheiten be-dielt, und die Direktion des geheimen Staats-, Hof-und HauS-archivs noch'dazu bekam, unter den Ministern Grafen LudwigEobeyzl und Stadion.— Zur Emporhaltung des RatioiialgeisteS inden heimathlichen Bergen lieferte «reine Reihe tyroler Almanach«,di? Beiträge zur Geschichte Tyrols im Mittelalter, die GeschichteTyrols, das Archiv für Süd-Deutschland, wichtige Beiträge fürden tyrolischen Sammler und für andere Journale. Im December1805 war er dem Fürsten Lichtenstein auf dem Friedenskongresse zuPreßburg für die deutschen Angelegenheiten zugeordnet. Bald dar-auf begann er auch seine Arbeiten aus dem österreichischen StaatS-nut der wichtigen Abhandlung über Minderjährigkeit, Groß-lährigkejt und Vormundschaft im österreichischen Kaiserstaat und Kar-strhause, und mit der zweimaligen Negulirung des österreichischenTitels und Wappens, nach der Annahme der Erb - Kaiserwurdr undNach der Abdicat'on der deutschen Krone. — 1M7 begann er serne-,österreichischen.Plrrtarch, als ein wahres Noth- und Hülssbuch fürMe Zeit, Beständig einer der thätigsten und erbittertsten Gegner