Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
953
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i4ten am rechten, der Feind am Unken Ufer der Katzbach. Rech-terer zog sich gegen den Bober zurück, und wich nach blutigen Po-stengefechten am iy. u. 20. voll Bunzlau, wo Rey die Bober-brücke abbrechen und die Bcrschanzungen zerstören ließ, bis hinterLöwenberg. Doch auf Napoleons Befehl rückte den Listen dasganze frayzösjsche Heer unter Petz, Macdonald, Lauriston undSebastian», zu denen noch Märmont und Morkier nebst allenGarden gestoßen waren, iZcyovo Mann stark, wieder an das linkeBoberufer vor. Denselben Tag kam der Kaiser in Löwenberg an.Sofort überschritten die französischen Heerhaufxn hier und beiBunzlsu, wo Sacken vor Ney weichen »nutzte, den Bober, unddrängten in drei blutigen Tagen die Verbündeten bis hinter Gold»bcrg. Denn Blücher sollte jedes Haupttreffen gegen überlegeneMächt vermeiden. Er stellte daher da- Heer in. einer durch Strom-thäler und Höhenzüge gedeckten Gegend auf, und nahm den LZstmsein Hauptquartier zu Jauer an -der wüthenden Reiste. Das feind-liche befand sich zu Goldberg .an der Katzbach. Aber schon am2Zst«n Nachmittags eilte Napoleon mit sämmtlichen Garden undden Heerhaufcn unter Marmont und Mortier, nebst den Mar-schällen Berthier und Ney, nach DreSden zurück, um diese Stadtgegen das aus Böhmen hervorgebrochene Heer der Verbündetenzu behaupten. In Schlesien standen jetzt zwei Heere einander ge-genüber, jedes etwa 80,000 Mann stark; unter Blücher: Sacken,Uork und Längeren mit ihren Heermaffen; unter Macdonald:,außer seiner Heerschaar, die von Ney und Lauriston, nebst derReiterei unter Sebastiani. Als nun der Kampf mit gleicherStreitkraft beginnen sollte, regnete es. fünf Tage und Nächte,boin 24. bis 28. Aug. fast ohne Aufhören, daß alle Bergström«aus ihren Ufern traten. Doch NeyS Heerhaufe rückte am 25. biian die Katzbach vor, und stand den 26. bei Liegnstz; Lauristonstand bei Goldberg, und Mardonald hinter Goldbcrg. Schonhatte Blücher den Schlachtplsn gegen sie angeordnet, als derFeind über die Katzbach ging, und die Hcerhauftn unter Lange-ron und York zurückdrängte. Da ward er am Lüsten von denVerbündeten zwischen Eichholz und Weinberg angegriffen. Sackenfacht gegen Ney auf dem rechten, Längeren gegen Lauriston undSebastian» auf dem linken Flügel, York gegen Macdonald in derMitte des BundeSheercS. Aber zu weit war Lauriston auf demlinken Flügel dex Verbündeten vorgegangen, als Blücher Nach-mittags vvm siegenden rechten Flügel her, an der Spitze der rus-sischen Reiterei, mit Geschütz und Fußvolk auf Macdonald stürzte,und das feindliche Mitteltreffen zerriß. Man schlug sich mit blan-"n Wgffen, da kein Geyehr losging. Ein Viereck französischerGrenadiere wurde von dem. brandenburger Bataillon, das 200Mann verlor, binnen ?o Minuten mit den Kolben zu Boden ge-schlagen, und aus dem todten Haufen wurden iM. Verwundete ge-fangen. ° So ward des Feindes Schlachtlinie durchbrochen! AlsNun Blücher mit der Reiterei dem vorgedrungenen Lauriston inbw Flanke sie'l, mischten sich im furchtbaren Lodeskampfe preußi-sch? und französische Reiterei, 8000 Mann. Nach einer Viertel-stunde entschied Blüchers altrittexlicher Muth, und die Hesdepkraftifsuer von heiliger Vaterlandsliebe begeisterten Schoaren, wie imMittelpunkte der Schlacht, so auf beiden Flügeln den Sieg. DerFeind ward mit Roß und Mann in die wüthende Neiffe und un-