Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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954
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§54 Keläno Kiel

tcr dem Rufe: Drauf und dran! in die Katzbach gestürzt. Amfolgenden Tage schlug man da« fliehende Heer bei Siegnitz; Blü-cher trieb es bis hinter Gvldberg; am 28sten ward es bei Löwen-brrg geschlagen. -Durch die angeschwollenen Bergströ'me aufgehal-ten, traf General Pacthod, der am 24sten von Löwenberg auiüber Schönau marschirt war, um der verbündeten Armee beiJauer in den Rücken zu kommen, zu spät in der Gegend beiKampfplatzes ein. Da er sich nun nicht bei Htrschberg' auf daSlinke Boberufer retten konnte, zog er am rechten hinab'bis gegenLöwenberg. Hier stieß er auf.Längeren. Zwar setzte er sich ausden Höhen von Plagwitz, aber sein Haufe ward zertrümmert, under entkam den sgstcn mit nur 700 Mann zu Macdonald. Verge-bens wollte dieser den systen mehrere Brücken über den Bob«' schlagen. Er wurde Nachmittags angegriffen, und wer nicht imWober ertrank, ward gefangen. Doch entfloh Macdonald in derNacht vom 2ysten auf den Zosten mit etwa 12,000 Mann, die nochMsammenhieltcn, über den Bober nach Görlitz. Der ausgetreteneFluß hemmte die weitere schnelle Verfolgung. Dieß war der Sieg

der Katzbach. Die Verbündeten nahmen roz Simonen, » Ad-ler, L50 Munitionswagen, der Feindes Lazareth, Gepäck, Feld-schmieden und Mehlvorräthe; dabei machten sie 18,000 Gefangene,»öbst einem Divistons- und 2 Brigadegeneralcn. Schlesien war»befreit. Am i. Sept. erließ Blücher in kräftigen Worten denMegosdank an sein Heer; und Alle lobten Gott unter freiem Him-mel! darauf trieb der graue Feldherr den Feind bis zum 7ten-Sept. über den Queiß und die Reiste bei Görlitz. Erst bei Roth«kreisch am, zwischen der Reiste und Spree, stellte sich Macbonald,«als er Verstärkungen bekommen, wieder auf. Blücher blieb bnGörlitz auf dem rechte» Reisseufer stehen , und vereinigte sich mit-kwn Österreichern unter Bubna. Dadurch ward auch Böhmen f«!gemacht; und Poniatowski, der bis Reichenberg vorgedrungen war,mußte sich den i7te» September in die feste Stellung bei Stolpenzurückziehe». K.

Keläno, eine der Harpyrn.

-i>K ellermann, geboren den Za. Mai 1735 in Straßburg.Napoleon hatte ihn, bei seiner Usurpation (1815) zum Pair ge-macht; doch betrat er die Kammer nicht, und erhielt nach Lud-wigs XVIII. Zurückknnst seine Ämter und Würden wieder.—Sein Sohn, der sich ebenfalls in der militärischen Laufbahn hcr-uorgethan hat, ist jetzt Graf von Valmy, Pair von Frankreich,Großkreuz der Ehrenlegion, St. Lubwigsritter, General-Lieute-nant und General-Jnfpector der Cavallerie.

Kiel. Dieß Wort hat mehrere verschiedene Bedeutungen, be-sonders in seinen Zusammenstellungen. Wir führen deren einige,der Svnversation nicht fremde, hier an. K ie l, S puh le, Posebe?festere, unten hohle, spannkrästige Theil der Feder, wird ollin der ernsten wie in der scherzhaften poetischen Sprache f»rSchreibfeber gebraucht. „Mein Kiel soll dich erheben." — Kt"nennen die Gärtner die Zwiebel der Blumengewächse. DaherKieswerk für Zwiebelgewächse. — Kiel heißt ferner der un-terste lange Grundbalken eines SchiffeS, welcher vom vorder»zum Hintern Ende des Schiffes geht, und die Grundlage des M-zen Gebäudes ist. Dichter brauchen es daher zuweilen für Sq»n<wenn damit vornehmlich der Begriff der Tragens verbunden wer-

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