97« kcopolv (G. C. F.)
Während zu Anfange des Jahres 1313 der regierende Herzog zuseinem königlichen Freunde nach Berlin eilte, sandte er seinenBruder Ferdinand nach Wien, und seinen Bruder Leopold nachMünchen. Letzterer ging von dort im Februar nach Polen zumKaiser Alexander, und erstattete dort Bericht von dem Zustandedes französischen Heers und der Stimmung in Deutschland. Erblieb bei dem russischen Heere, das in Verbindung mit den Preu-ßen nach Sachsen vorrückte, nahm am pten Mai Theil an derSchlacht bei Lätzen, und befand sich am folgenden Lage mit derrussischen Reiterei beim Nachkrab. Darauf wurde der Prinz inEilmärschen gegen die Elbe zur Unterstützung des Generals Kleistabgesandt, später aber nach der Lausitz gerufen. Er war auf demMarsche zum General Barclay, als er Befehl bekam, an derbautzner Schlacht Theil zu nehmen. Er focht auf verschiedenenPunkten, und half am zweiten Lage unter dem heftigsten Feuerden Rückzug decken. Während des Waffenstillstandes begab er sichmit Alexanders Zustimmung nach Prag, wo er der einzigeFremde war, der mehrere Zusammenkünfte mit Kaiser Franzhatte. Als die Feindseligkeiten wieder begannen, ging der Prinzmit dem Heere nach Böhmen, und gegen die sächsische Gränze.Er kam mit seinen Kürassieren am 2bsten August gerade noch zei-tig genug in der Gegend von Königstein an, um den PrinzenEugen von Wirtemberg, der zur Deckung der Hauptverbindungenmit Böhmen dort aufgestellt war, gegen den vierfach überlegenenAngriff Vandamme's, Hülfe zu.leiste», und alle Anstrengungendes Feindes zu vereiteln. Am 27sten nahm das Corps eine Stel-lung jenseit Pirna, und ward dupch die erste Division der russi-schen Garden und die Eardehusaren verstärkt. Über das Ganzebekam Graf Ostermann den Befehl, der dem Prinzen Leopold dieReiterei des vereinigten Corps anvertraute. Der Feind stürm»Pirna, und suchte sich auf der Ebene an der Elbe auszubreiten,als der Prinz ihn so nachdrücklich in die Stadt zurückwarf, daßer nicht wieder herauszukommen wagte. Am Abend kam die Nach-richt von dem Rückzüge der Verbündeten nach Böhmen, wodurchdas ostermannsche Corps in eine schwierige Lage versetzt wurde.Der Prinz erhielt Befehl, mit der Reiterei durch ein Destle, andas der rechte Flügel sich lehnte, zu gehen, uud die Ebene beiGroß-Eotta zu besetzen, und wo möglich so lange zu halten, bisdas Fußvolk und das ganze Geschütz ihren Rückzug bewerkstelligtbätten. Diesen Auftrag vollzöa er mit solcher Schnelligkeit, daßder Feind nicht Zeit hatte, seine Kräfte zu einem Angriffe zusammeln. Dieser eilte vielmehr auf einem kürzern Wege vor-wärts, und besetzte einige Anhöhen und Pässe in den Gebirgen,wodurch der Prinz mit der Reiterei fast abgeschnitten wurde.Mit den Waffen bahnte er sich jedoch den Weg. Am Lysten kam»s zu einem hitzigen Gefechte bei Peterswoide, wo dem Feindevielleicht die Abschneidung des ganzen Eorps gelungen wäre, wenndie Tapferkeit und Ausdauer des Prinzen diesem nicht Zeit ver-schafft hätte, Nollendorf zu erreichen. Alt er endlich mit derletzten Rciterabtheitung das Schlachtfeld räumte, wäre er fast mGefangenschaft gerathen, worauf sich wahrscheinlich die falscheNachricht eines französischen Bulletins gründet, daß der Prinz ge-sanaen worden sey. Jetzt stieg des ostermanysche Corps in guterVrdnung, wiewohl nach brdeu.sndr«, Beriuste, die SebirL? nach
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