Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Leviachan Liberaltlät -71

Lihmen hinunter; um den nachrückenden Feind möglichst aufzuhal-:en, wurde ununterbrochen gesochlcn. Dieser machte die größtenAnstrengungen, das Dorf Prisen zu nehmen, dessen Behauptungfür den Rückzug der Hauptarmee von entschiedener Wichtigkeitwar. Der Genera! Carbineau griff mit einer dreifach überlegenen Rei-tern den Prinzen an, der sich jedoch mit Kaltblütigkeit behaup-tete und dadurch Zeit gewann, hinreichende Verstärkung an sichzu ziehen, um die Stellung bis zum Abend zu halten. Für dieseheldenmürhigen Thaten empfing er am Morgen des zosten Augustsauf dem Schlachtfelde das Commandeur - Kreuz des St. Georgen-ordens vom Kaiser Alexander, später auch den österreichischen Ma-ria - Theresia - Orden. Darauf fand das glückliche Gefecht mitLandamme Statt, während dessen Prinz Leopold den Feindauf Peierswalde zurückwarf, von wo er erst am Abend wieder zurHauptarmec stieß. Im October erfolgte endlich der Hauptschlagbei Leipzig. Hier eilte der Prinz am ixten drm Generale Costa-r«d°, am rytcn dem Generale Giulay zu Hülfe, und verfolgteden fliehenden Feind auf dem Fuße nach Erfurt. In Frankfurtblieb er, so lange die verbündeten Monarchen dort verweilten ; dannging er durch die Schweiz nach Frankreich, wo er unter andern anden Gefechten bei' Rizaücourt, Brienne,' Lroyes, Chaumont,Arcis, la Fere Ehampenoise tapfern Antheil nahm. Am ZistenMärz zog er mit der Reserve- Reiterei in PariS ein, und bliebdort in Garnison; dann begleitete er dreMonarcheu nach England,verweilte dorr bis Ende Julius, und begab sich zu Anfang desSeptembers fjum Congreß nach Wien. Bon dort ging er nach Bo-naxarte's Rückkehr zur Rheinatrnee, welche bald zum zweiten Malein Paris einzog. Hier hielten ihn Familienangelegenheiten einigeZeit zurück, worauf er sich über Coburg nach Berlin verfügte.Dort meldete ibm eine iZinladung des Prinzen Regenten von Eng-land die hohe Bestimmung, zu der er berufen sey. Seine Ver-mählung mit der Prinzessin von Wales ward den 2ten Mai 1816vollzogen. Mit Recht darf sich die englische Nation Glück wün-sch?» zu einem Fürsten, der mit einem vielseitig gebildeten Geistedie edelsten Gaben des Herzens verbindet,

Leviathan, s. HobbeS.

freyen. Im I. 1306 trat der Graf von der Seyen, Phi-lipp Franz, dem rheinischen Bunde bei, und erlüelt dadurch denTitel eines Fürsten. Nach den Ereignissen im I. rzig wurdenseine Besitzungen unter österreichische" Administration genommen,und man vermuthete, daß sie zu dem Großherzogthume Baden, i«»essen Umfange sie liegen, geschlagen worden dürften.

Liberales wurden in Spanien in den neuesten Zeiten dieje-nigen Mitglieder der Cortes (Ständevcrsammlung) genannt, weicheeine freiere Regierungsform einzuführen wünschten (Freiheitsfceunde),Der zurückgekehrte König Ferdinand Vkl- exilirte st« größtenteils,n»ch Ceula in Afrika.

Liberalität, Liberale, Liberale Ideen. Liberalität(von lissog, her Freie, daher Ukeialir, dem Freien gemäß) bezeich-net ursprünglich den Freisinn, oder die eines freien Warmeswürdige Denkart und Handlungsweise. Der eigentliche Gegensal.davon ist die Scrvilität (von scrvze,, der Knecht oder Sclav,,daher servili-, dem Sclaven gemäß), mithin der Kaech tssinv,,di« gewöhnlich dem Sclaven eigene Denkart ynd Handlung^