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Ludwig XVIII.
untersagt hab«; 10) die ausschließliche Ernennung von Altadellgnzu Gesandtenstellen; 11) die willkürlich, durch Ordonnanzen »>>!ohne Zuthun der gesetzgebenden Versammlung angeordneten Lnfllgen; 12) den großen Einfluß der Priester u. s. w. — Vieles kon»hierauf mit Recht erwiedert werden; allein der Haß der Franzchglaubte Alles, was gegen die Bourbons gesagt wurde. LudwiXVNI. hatte in der That den Franzosen persönliche Sicherbägegeben, indem-er die Unabhängigkeit der Tribunale und die Beiantwortlichkeit der Minister feststellte; doch kam das letztere Gel?nicht zu Stande, weil die Revolution im März eintrat. MPreßfreiheit war nur theilweise (nach der Bogenzahl) und nur ergewisse Zeit beschränkt. Indeß bleibt es immer wahr: der Köchhätte bei seiner Rückkehr die alten Ideen vergessen und auf ei«populäre Weise regieren sollen. Heinrich IV. hatte ja, als er duThron bestieg, selbst seine Religion verändert, und dadurch die Er-gebenheit seines Volks sich gewonnen! Aber Ludwig und die Prirzen kannten die Revolution so wenig, als die Leute, die mit ihn»zurückgekommen waren. — Von der Gührung in Frankreich, wi'von dem Zwiespalts auf dem Congresse, war Napoleon auf Wgenau unterrichtet. Ohne von Verfchwornen — deren Daseyn diisetzt unerwiesen geblieben ist—gerufen zu seyn, landete er »»erwarbin Frankreich den isten März 1815. Seine Erscheinung wirkte mein Zauberschlag auf das Heer und die Nation. Offenbar hat«der gutmüthige Ludwig die Polizei vernachlässigt, und war bah«mit der öffentlichen Stimmung gänzlich unbekannt. Seine eboso unwissenden Umgebungen täuschten ihn noch überdieß durch Na>hrichten, welche sie sich von der Ergebenheit der Armee und««der Desertion unter R,poleons Soldaten einreden ließen. EndÄrissen zwar Labedoycre's und Ney-s Abfall idcn König aus sciaoTraume; allein zu spät! Er mußte aus Paris fliehen, in daNacht zum 2r>sten März, nachdem er am lyten beide Kamme»aufgebsbcn hatte. Den 22sten Abends kam er in Lille an, voner mehrere Decrete erließ, welche die Entrichtung von Abgab»und jede Werbung für Bonaparte's Fahnen verboten, und das!»Aufruhr begriffene Heer verabschiedeten. Allein schon nach 24 Sün-de» mußte er Lille verlassen, um nicht in die Hände des Usurfflors zu fallen; er ging über Ostende nach Gent. Ihm voM»-lend und folgend verließen auf dieser Seite Frankreich der HerMund die Herzogin von Orleans, der alte Prinz Conde, der G«von Artois und der Herzog von Berry. In der Bendee blieb Mrück der Herzog von Bourbcn, und im südlichen Frankreich d»Herzog und die Herzogin von Angouleme. Diese versuchten, ds«Volksgeist für die Sache des Königs zu beleben. Es bildete Nauch wirklich eine königliche Armee in. der Bendee, und der Herz«!von Angouleme sammelte ein Heer National- und LinientrupMallein, von einem Theile derselben verlassen, und von Napoleo»Generalen eingeschlossen, mußte er eine Eapitulation zu P«"'d'Esprit, den 8ten April, mit dem Generale Gilly abschließen, '«deren Folge er sich den igten tlpril zu Cctte nach Barcellona cmschiffte. Die Herzogin von Angouleme, welche die öffentliche Wo-nung bis dahin bloß für eine fromme Dulderin gehalten, Z <>5in Bordeaux den Muth einer Heldin. Stadt und Volkergeben - allein die Truppen begünstigten das Vorbringen des Gnerals Clauzel, und die Herzogin mußte sich den steil April na»