Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
988
JPEG-Download
 

958

Magre

gmrg und Geburt dieselben blieben. Beobachtungen diese» Artkönnen da« Entstehen der Astrologie und des alten Sterndienfte«in Etwa« begreiflich machen, welcher mit der Magie anst engstezusammenhangt. Es hat allerdings eine höhere und bessere Ma-gie gegeben, die sich noch jetzt auf eiue ganz andere und ernstereWeife vertheidigen ließ«, al« jene, die der übrigen« treffliche v«Haen noch in neuerer Zeit in Schutz genommen. Jen» bessereMagie gründet« sich auf den Satz: daß der Mensch mit Hülfe undim innigen Verein mit seinem höheren und göttlichen Ursprung i,sich und auß-r sich einer höhere» Wirksamkeit fähig werde, die ihnzum Herrscher über seine eigne und die äußere Natur mache. DieWaffenrüstung de« bessern Magier« war (man sehe Kleuket in sei-nem Anhang zum Zendavesta) da« Gebet; Gebet und die Kraftde« lebendigen Wortes sind e<, durch welche der Mensch mit zwin-gender und lösender Gewalt auf die Gesammtrrgion der höherenund niederen Natur zu wirken vermag; ohne jene Waffenrüstung,welche der wachsame Magier niemals von sich legt, vermag der-selbe nichts, mit ihr hilft er al« treuer Streiter dem väterlichenLicht da« Reich der Finsterniß bestreiken, wird Retter und segnen-der Schützer der Zeiten und Völker. Roch in jenem bessern Sinn«scheinen bie spätern Effeer da« aufgehende Gestirn jede« neuen La-ge« mit Gebet begrüßt, und seinen Lauf mit Gebet begleitet zuhaben; und in diesem Sinne, nicht im niedern, waren wohl auchPtsthagora« und andere Weis« jener Zeiten Magier. Indessenist e« nicht zu läugnen, daß schon von den ältesten Zeiten, paral-lel mit jener höher» Magie, eine niedere und schlechtere entstan-den, an welcher sich übrigen« hie und da die bessere Abstammungnicht verkennen läßt. Wenn «ach dem Vorhergehenden alle endli-chen Ding« unter dem Einflüsse der segnenden Jzed« und schädlichenDem« — erhaltender und zerstörender Raturkräfte, unter demEinfluß der Zeit und de« Gestirn« stehen; so darf der Mensch nursich zum Herrscher jener Kräfte oder Dämonen machen, um mit-telst derselben auf die unter ihrem Einfluß stehenden Dinge zu wir-ken. In so fern hat die Lehre von den Dämonen, deren Hülfesich der Mensch bedienen könne, von den ältesten bi« in die neue-sten Zeiten in Verbindung mit der sogenannten Magie gestanden.Wählen wir andre Worte, welche den ursprünglichen Sinn selbstjener untergeordneten Magie etwa- deutlicher machen können.Wenn sich in der alten Lehre des MagiSmu« (von Maja hergelei-tet) alle« auf Liebe und Haß, auf den Streit günstiger undwiderlicher Kräfte gründet: so muß es für den echten Magier vongroßer Bedeutung sehn, jene wechselseitige Neigung und Abnei-gung , die Gesetze jener Liebe und jenes Haffes zu kennen. Wiejeder äußere Lon in der ihm verwandten Saite ein Mittönen, soruft vermöge des allgemeinen Naturgesetze« der gegenseitigen Nei-gung und Abneigung, jede Naturwirkung die ihr verwandten undhilfreichen, so wie auch auf der andern Seite die ihr widerstehen-den, und feindseligen Kräfte hervor. Der Magier wirkt demnachmittelst jener Gesetze der Neigung und Abneigung auf und in diegbnze ihn umgebende Natur. — So waren..die Magier zuvörderlkan sich und Andern strenge Diätetiker und Arzte. Bekannt ist e»,daß selbst die geistige Stimmung de« Menschen, und in gewissemGrad« der Wille, durch manche äußere körperliche Einwirkungeninsirirt zu Werders vermöge; daß z. B, dre Dämpfe de« Schier«