Magnificenz Mahlerfarben 99z
Unter rother Magnesia verstand man ehedem ein braunesEisenoxyd. I.
Magnificenz (eigentlich Herrlichkeit, Hoheit) ist ein Titelder R-ctoren und Kanzler der Universitäten, auch in einigen freienStädten der Bürgermeister. Außerdem führt ihn Niemand. EinFürst, der die Wurde eines RcUors übernimmt, wird rrisKniticen-risrirnus genannt.
Magyaren. Der ursprüngliche Name einer uralten asiati-schen Nation, von welcher die jetzigen Ungarn abstammen. Beiihren slavischen Nachbatn erhielten sie den Namen Ugri, und ihrLand hieß ligorien oder Jugrie»; daher der jetzige Name. Ihrefrühesten Sitze waren im äußersten Norden Asiens (in dem jetzigenSibirien); später (noch vor Mitte des siebenten Jahrhunderts) er-schienen sie im südlichern Asien in der Nachbarschaft'des Caucasus,vorzüglich um den Fluß Lcrek herum. In Gesellschaft der ^ha-zaren zogen sie im Jahr 626 gegen den persischen Schach CosroeS,und zerstörten damals wahrscheinlich eine Stadt, deren Ruinennoch jetzt Madschar heißen. Zu Ende des siebenten Jahrhunderts! wanderten sie ebenfalls zugleich Mit den Ehazaren aus Asien ini Europa ein, und befttztcn die Gegenden zwischen dem Dnepr undDon am Jngulfluffe, im heutigen Catharinoslawschen Gouvernc-! mcnt. Hier, wo sie 20Z Jahre lang unter ihren eigenen Stamm-häupttrn, und nach eigener Sitte, obwohl unter der Schutzycrr-schaft der Ehazaren lebten, wandelte sich ihr bisheriges Nomaden-, und Hirtenleben in ein kriegerisches. Doch unterlagen sie um das^ Jahr 884 den gegen sie andringenden Petschcnegen, wurden voni denselben aus ihren Sitzen vertrieben, und wendeten sich theilsnach Persien, theils in die jetzige Unterukraine und Moldait. Dieerster» verschwinden von daan wicderin der Geschichte; die letzter» aber^ ernannten im I. 8ye> Arpad, mit unbeschränktem Erbfolgerccht fürseine Nachkommenschaft, zu ihrem Beherrscher. Alle,» im Jahre8Y4 wurden sie von den vereinten Petschenegen und Bulgaren aufsneue vertrieben, und siedelten sich nun im folgenden Jabre inPannonien an, wo sie nach und nach ihr Gebiet so bcträchrlich er-weiterten, daß sie zuletzt öfters bis in das Herz von Deutschlandeindrangen, bis sie im Jahr Y55 von Otto dem Großen so nach-! drückiich geschlagen wurden, daß sie nie wieder Devschland zu über-schwemmen wagten. S. unten Ungarn. . 4 . — d.
Mahlerfarben sind theils Naturprodukte, theils werdenste durch Kunst dargestellt. Hauptsächlich liefert sie das Mineral-teich (Mineralfarben), und wenn sie ihr Eolorit den Thieren oderPflanzen verdanke», so ist dieses immer an etwas Mineralisches (eineErde oder einen Mctallkalk) gebunden, weil die reinen thierischenoder vegetabilischen Farbestoffe (Saftfarben) für sich keinen Körperhaben, sondern ihrt erst durch den mineralischen Zusatz erhallen.Der Färber kann jene im Wasser auflöslichen Farbestoffe sehr wohll ohne mineralischen Zusatz benutzen, weil seine Kunst darauf hingeht,die Zeuge mit der Farbe zu durchdrungen; der Mahler aber erreichtseinen Zweck durch Austragen auf die Oberfläche, und zwar um sobsffer, je weniger die Farben sich in den unterliegenden Grund ein-gehen. Die Farben werden in der Mahlcrei mit irgend einer^ Flüssigkeit, die leicht trocknet und die Farbe nicht verändert, an-gerieben und aufgetragen; diese Flüssigkeit ist entweder wäffeig(Gummiwaffer, EcistnspirttuS), »der fettig (austrocknende öle de>-
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