994 Mährchen Mais
Mohnsaamens, Leinsaamens), unb sonach erfodern die verschiedenenZwecke eine besondere Auswahl der Farben. Für die Ölmah-lerei (siehe diesen Artikel) taugen daher die mineralischen bes-ser, als die an mineralische Körper gebundenen Gaftfarbe»(Lackfarben) indem letztere durch Beimischung von Öl stets dunklerwerden. Diese Mineralfarben bestehen, alle in metallischen Kalte»(Oxyden oder Sauerstoffverbindungen) oder in Mctallsalzen undSchwesrlverbindungen. Doch haben erstere vor Ictztern, ihrer Un-veränderlichkeit wegen, den Borzug. Zu den Mcralloxyden, welcheals Farben benutzt werde», gehören: vom Blei die rothgelbe Men-nige und das gelbe Massicor, vom Eisen die verschiedenen Ocher,Erden von Sienna, Umbra, die durchs Glühen ihre Farbe unsdunklere ändern, vom Kupfer das Bergblau, vom Kobalt dieSmalte. Andere salzige und salzahnliche Metallverbindungen sindvom Blei das (kohlensaure) Bleiweiß und Kremnitzcrweiß, das(saizsaure) caßler Gelb, vom Eisen das (blausaure) Berlinerblau,vom Kupfer die (essigsauer«) Grünspanblumen, das (kohlensaure)Bcrggrün, das (saizsaure) braunschweiger Grün, das (arseniksaure)scheelsche Grün. Schwefelhaltige Mctallfarben sind der Zinnober(vom^Quecksilber), das gelbe Auripigment (vom Arsenik). Lack-farben haben Zinn oder Alaunerde zur körperlichen Grundlage undverdanken ihre Farbe einem thierischen oder vegetabilischen Far-bestoffe. Hieher gehören auch die rothen Lacke aus Coche-nille, Alaun oder Zinn, aus Krapp, und die schlechter« aus Fer-nambuk bereiteten Sorten, die gelben aus Gelbholz, Scharte,Wau; die braunen aus mehreren andern färbenden Rinden; end-lich der Indiz, obgleich er seiner Entstehung nach ganz vegetabi-lisch ist. Bei der Porzellan- und Glasmahlerei sind nurmetallWeFarben anzuwenden, die im Feuer nicht flüchtig, und nicht sehrveränderlich sind. Hier dient zinnhaltiges Gold zum Purpur,Nickel zum Grün, Blau gibt Kobalt, Schwarz wird vom Eisenund Braunstein eben so braun erhalten, Uran macht eine gelbe,Chrom eine grüne Farbe. r.
Mährchen, s. Feenmährchen.
Maimon (Salomon), ein um die Philosophie sehr verdienterjüdischer Gelehrter, geb. zu Reschwiz in Litthauen 1753. Da wireine Lebensgeschichte von ihm selbst besitzen (Berlin 1792 — 93, uThle. 8-) und noch kürzlich Maimoniana, oder Rhapsodien zurCharakteristik Salomon Maimons, aus seinem Privatleben gesam-melt, von S. I. Wolfs, Berlin 1813 herausgegeben worden sind,in welchen ein Auszng jener Biographie enthalten ist, so setze»wir hier nur hinzu, daß Maimon am 22ste» Nov. igoo auf demKalkreuthschen Gute Siegersdorf in Niederschlesien starb, und he-ben einige seiner wichtigsten Schriften aus. Diese sind: Versucheüber die Lranscendentalphilosophie, Berlin, 1790; Versuch einerneuen Logik, nebst Briefen an Anesidcmus rc. Berlin 1794- durchwelche er Kants transcendentale Logik zu berichtigen und näher zubestimmen suchte; ferner über die Kategorien des Aristoteles, ebend.1794; und kritische Untersuchungen ^über den menschlichen Geist,Leipzig 1797 6. — in welchen Schriften er die Lehren der kritische»Philosophie mit großem Scharfsinn entwickelte und bestimmte.
Mais, eine amerikanische Getraideart, auch türkischer Warzegenannt, der ein sehr gutes Mehl gibt, und auch aufFeldern gut fortkommt, weßhalb er auch in andern Welttheflen »»'gepflanzt wird.
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