Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
999
JPEG-Download
 

Mantegna Marcellinus yyy

8- Die älteste Geschichte Bajoariens, Nürnb. 1807, 8- KaiserLudwig IV. oder der Bayer. Landsh. izis, 8.) und insbesondreals genauen und sorgfältigen Diplomatiker und Statistiker bewährt(Miscellanea, meist diplomatischen Inhalts. Nürnb. 17YZ, 8. Eom-peudium der Statistik. Bamb. izoZ, 8-)- Ganz vorzügliches Ver-dienst hat er sich aber um die alte Geographie erworben, welche erdurch sein aus völlig neuer Forschung hecvorgegangnes Werk: Ge-ographie der Griechen und Römer, aus ihren Schrif-ten dargestellt (Nürnberg 1788, ff. 7 Bände) mit unendlichvielen neuen Ideen, Gränzbestimmungen, Eintheilungen und neuenAnsichten bereicherest. aä.—s.

Mantegna (Andrea), einer der berühmtesten italienischenMahler, geboren zu Padua 1431. Äeine großen Talente bewogenseinen Lehrer Squarcione, ihn an Kindesstatt anzunehmen. Erübte sich vorzüglich im Zeichnen nach antiken Statuen und mahlteschon in seinem i7ten Jahrs ein großes Altarblatt in der Kircheder heiligen Sophia zu Padua, und erregte bald die Eifersuchtseines Meisters. Bon Padua begab er sich in den Dienst des Mar-chese Lodovico Gonzaga nach Mantlta, Und eröffnete hier einegroße Schule. Hier mahlte er auch seinen großen Triumph des Ju-lius Cäsar, ein Gemälde, für welches in Mantua ein eigner Pal-last erbaut wurde, um es gehörig aufstellen und bewundern zu kön-nen. Es kam nachher in die Gallerie des Hofes, ging nach derEroberung und Plünderung von Mantua verloren, und bcsindetstch jetzt in dem königl. Pallast Hamptoncourt bei London. DerMarchese ernannte den Künstler zur Belohnung zum Ritter.Mantegna wurde hierauf vom Papste Jnnoccnz VIII. nach Romberufen, um in Beivcdere zu mahlen. Hier mahlte er eine Mengevortrefflicher Bilder. Eines seiner spätesten und vorzüglichsten istdie Madonna della Bittoria, auf welchem Gemählde er die Schutz-heiligen von Mantua nebst dem Mabchese Eiov, Franc. Gonzagaabbildete, der es für den Sieg, welchen er igyü gegen Carls desVIII. Armee erfochten, gelobt hakte. Es wurde von den Fran-zosen weggeführt. In der dresdner Gallerie findet man von ihmeine Verkündigung der Maria. Mantegna starb im I. 1506; seinGrabmal ist ,'n der Kirche des heil. Andreas zu Mantua. SeineSchule kann als ein Zweig der des Sguarcione angesehen werden.Mantegna war stark in der Perspektive, welche damals selten war;seine Behandlung war stets streng und trocken. Er war mit einerTochter des Jacob Bellin verheirathcr, sein Sohn Francesco Man-tegna war ebenfalls Mahler, und mahlte die Capelle, in welchersein Vater begraben wurde. Wahrscheinlich waren Bartolomeo undEarlo Montcgna ihm verwandt. Au seinen Schülern soll auch Cor-teggiv gehören. —0.

Mantinea, heut zu Tage Trapolizza, Stadt in Arkadiend. Art.) an der Gränze von Argvlis, ward während des pelo-Vvnnesischen Krieges von den Spartanern zerstört, aber nach derSchlacht von Leuctra wieder aufgebaut, und ward berühmt durchden Sieg, welchen Epaminoiidas (s. d. Art,) über die Spar-taner bei ihr erfochten.

, Maravedi, eine spanische Scheide- und die kleinste Kupfer-münze; sie ist jetzt selten und wird nur als Rcchnungsmünze ge-braucht.

Marcel llnus (Amnn'aiüls), aus Antiochien (gegen 37 "),