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richtshofe gcurthei'lt werden. Mit der größten AufmerksamkeitGenauigkeit und Gewissenhaftigkeit, und mit Wohlwollen solideArzt die Kranken behandeln, sie gehörig oft besuchen, und «iiKrankenjournal führen. Ehre und Ruhm soll er daran wagn,dem Kranken zu helfen, und kann er dies nicht, seinen Zustand wleichtern, jedoch nie (wie wohl gar von manchen aus lasterhaftenMitleiden gefedert worden ist) den Tod beschleunigen. Er soll diKosten der Kur, so viel mögtich, mindern, und selbst keinen I!«teinchied unter reichen und armen, vornehmen und geringen Kra»kcn machen. So, aber auch so nur wird der Arzt ein wahrer Wossithäter, ein Helfer in der Noth, ein rettender Engel" i>. Auch «die Angehörigen des Kranken erstreckt sich seine Wirksamkeit, <soll sie trösten in der Trauer, aufrichten in der Verzweiflung; imuß ihnen so oft Trauriges sagen, und soll dies mit Sckonun:tröstendem Mitgefühl und Klugkeit thun. Sind sie zugleich amdie Wärter des Kranken, so hat er sie vorzüglich zu beobachten urzu instruiren ; hat der Kranke eine ansteckende Krankheit, so soll«sie zu schützen und zu bewahren suchen; c. ferner kommt er in Werkstrung mit dem vielköpfigen Publicum, das nie einig wird mir süselbst, vielweniger mit Andern; und doch muß es der Arzt gewirneu; und es soll dies*geschehen durch gehörige Besorgung der Krarkcn, durch Verschwiegenheit und alle andere Tugenden, die daMann zieren, durch Vermeidung der Fehler überhaupt, ins.escrLre aber dadurch, daß er Partei zu nehmen, Witz und Tatstvermeidet. Indem er dies thut, wird er ja wohl der Basen, Tarten, alter Jungfern, denen cr.dcn Hof macht, Friseure, Lohnbedienten, die wohl bezahlt durch Hoffnung oder Geld sein Lob ausPcsaunen, und andrer sonderbaren Kunstgriffe nicht bedürfen, umnen Theil desselben zu gewinnen. Um aber einen recht großen Tb<>desselben sich geneigt zu machen, verheirathe er sich mit der ältesteJungfer, dem Glücke. <l. Mir dem Staate lebt er zwar in tEgerer Berührung, als irgend ein anderer Beamter, jedoch ist eS i»ihn ganz besondere Pflicht, den Sanitätsgesetzen nachzukomnstdund in Zeugnissen gewissenhaft zu seyn. Dagegen muß derihn schützen, für seine Belohnung und für die Bildung neuer AN» !sorgen, e. Endlich kommt er wohl oft in Berührung mit andern W ^ten; er achte in ihnen die Kunst und den Menschen und er wird invor einem gewöhnlichen Fehler in diesem Verhältnisse bewahrtnicht Herabwürdigung des fremden Verdienstes, sondern eignes i» iihn auszeichnen. — Groß sind die Pflichten, groß die Beschwer«'des ärztlichen Standes; und eine so ununterbrochene Arbeit, chsie eine größere Praris gewährt,.eine so künstliche, gezwungnestung, als sie der Arzt bedarf, so unbillige Anfoderungen, als «weilen gemacht werden, der Umgang mit rohen und schlechten Z-« 'scheu, der Undank, den der Arzt öfter als jeder Andre erfährt, >beleidigendsten, empörendsten Nachreden, denen auch der beste « »nicht entgeht, das Gefühl, nicht immer helfen zu können, ' .druckende und das Herz beengende Zwiespalt, in den er bisweiüber die Behandlung einer Krankheit gerälh, die Gefallen 'Ansteckuna, denen er sich aussetzt, alles dies sind wohl dZeichwer' 'die in einem schlechten Verhältnisse stehen mit den äußern -henungcn, die er erhält. In sich selbst muß er die beste au.ju, ' ^und in der Beschäftigung mit einer der edelsten Künste, >n > .
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