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Memmi 1031
lebhafte, fließende Beredsamkeit und Entschlossenheit. Nachdem ereinige Jahre General-Procurator gewesen, ward er 177z Lord-Advocat von Schottland, ein Amt, das mit einer beinade unein-geschränkten gerichtlichen Macht und einem sich über das ganzeKönigreich verbreitenden Einfluß verbunden ist, den er durch zahl-reiche Anstellungen seiner Familie und ihm ergebener Personen an-wandte. Auch gibt man ihm einige Willkürlichkeiten in seiner Ver-waltung Schuld. Bald war ihm der juristische Wirkungskreis zuenge. Er brachte es dahin, daß er wider den Willen des Ministe-riums in das Unterhaus kam, zeigte sich aber dennoch als eineneifrigen Anhänger des damaligen Ministers Lord North. Als die-ser 1782 durch den Marquis v. Rockingham verdrängt worden, undnach dessen Lobe der Marquis Lansdown und Pitt an das Rudergekommen waren, folgte er auch deren, Norths ganz entgegenge-setztem, Systeme. Mit deren Sturz aber,(nach dem Frichen mitAmerika) verlor er (1783) nicht nur seine Stelle als Marine-Se-kretär, sondern auch die als Lord-Advocat von Schdttland. Dochtrat er in Gemeinschaft mit Pitt bald wieder auf. Pitt ward er-ster Staatsminister oder erster Lord der Schatzkammer, und Dun«das erhielt, alS Marine-Schahmeister, Präsident der General-Con-trolle, Staatssccretär, dirigirender Minister und Direkter der Bankvon Schottland rc., einen bisher noch unerhörten Einfluß. Seinegroße Strenge machte ihn jedoch beim Volke so verhaßt, daß, alS«r I 7 Y 3 Schottland bereis'te, er an einigen Orten kaum der Wuthdes Pöbels entgehen konnte. Pitt verließ die Geschäftsbühnei8oi, und Dundas, der nun zum Biscount Melvillc gemachtwurde, folgte ihm, so wie er ihn bei dessen nachmaligem Wieder«auftreten abermals begleitete, und erster Lord der Admiralität (Ma-rineminister) ward. Dies blieb er bis zur Zeit seines bekanntenProzesses. Er hatte nämlich selbst als Marine-Schatzmeistereine Bill bewirkt, wodurch die Berrichtungen des Schatzmeistersnäher bestimmt und festgesetzt wurde, baß die durch seine Hände ge-henden Gelder von Zeit zu Zeit in die Bank fließen und allemMißbrauch entzogen worden sollten; hatte aber nachher dagegengefehlt, indem er mit bedeutenden Summen dieser Gelder handelte,»der handeln ließ, obgleich dem Staate eigentlich nichts dadurchentgangen oder entwendet worden war. Whitbread trug daheram gten April 1805 auf eine Klage gegen ihn an, welcher Bor-schlag durch die Ausschlag gebende Stimme des Sprechers durch-ging. Am loten legte Lord Melville seine Stelle als erster Lordder Admiralität nieder; am 6ten Mai ward er aus der Liste dergeheimen Staatsräthe gestrichen, und am Losten Juni von Mr.Whitbread und einigen^andern förmlich im Parlament der Verun-treuung und gesetzwidrigen Amt-verwaltung beschuldigt. Der Pro-ceß ward in Westminsterhall geführt, und Lord Melville frei ge-sprochen. Er erhielt seinen Sitz im Staatsrathe wieder, konnteaber kein? Geschäftsavstellung wieder erlangen, erschien noch zu-weilen im Oberhause, that aber nicht- von Bedeutung, und lebtegrößtentheil« in Schottland. Dort starb er plötzlich in Edinburgh,im Hause seines Neffen, am 27stcn Mai i8io.
, Memmi (eigentlich Martini), Simone, aus Siena, ein vor-iuglich durch Petrarca (8on. I.VH. u. I.VIH.) verewigter Mah-dem er Laura's Bildniß mahlte. Nach einigen war er.ei»Schüler des Giotto, mit welchem seine ManierÄhnIlchkeit hat, dsch