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Mezeray
wirksam, und große Gesinnungen zeigen sich hier als Vorläufer el-ner bessern Zeit, die für uns Deutsche anaebrochen iL Meyer«setzte seine Reisen wie seine Studien fort, überall thätig eingrei-send, ohne seinen Namen anzuknüpfen. Früh rietb er in Öster-reich Landwehr und Landsturm an, und als späterhin igoy duVolksbewaffnung wirklich eintrat, war er durch Rath und Thatvorzüglich dazu behülflich, und trat selbst wieder förmlich in DienstDie wichtigsten Ausarbeitungen über allgemeine militärische Gegen-stände wurden ibm übertragen, und was er lieferte, war stets ei-genthümlich, geistreich und practrsch zugleich. Zm Kriege iMy be-thätigte sich aufs neue seine vielfache Einsicht. In der Schlachtvon Wagram würde die frühere Befolgung seiner nützlichen Anga-ben manche Nachtheile verhindert haben. Seine Plane gingen os!mit kühnem Schwünge in großartige Absichten über, deren Aus-führung weder schwierig noch bedenklich seyn konnte, aber meistLurch die Unumgänglichkeit fremden Beitritts gehindert blieb. Dergeringe Erfolg so rastlos wiederholter und beseelter Anstrengungenmußte nur beitragen, einen schon ohnehin nach innen gedrängte«Charakter noch mehr auf sich selbst zurückzuwerfen. Im I. ibizgewann seine Kraft in Ausführung alter Ideen neues Leben; erhalf am Rhein eifrigst das Volk bewaffnen und in den Waffen übe«.Im Jahre 1815 wurde seine große Kunstkenntniß Veranlassung, daß' er österreichischer Seits in Paris den Auftrag bekam, die Rücklie-ferung und Wezsendung der aus Italien von den Franzosen ge-raubten Kunstwerke zu besorgen. Gegenwärtig befindet er sich mitdem österr. Gesandten Grafen Kaunitz in Madrid.
Mezeray (Fran^ois Endes de), berühmter Histo'riographvon Frankreich, ist 1610 zu Ry in der Basse Normandie gebore«.Sein Vater war Chirurgus und hieß Eude«. Er nahm den Na-men de Mezeray von einem bei Ry gelegenen Dorfe dieses Na-mens an, als er in Paris anfing von der Schriftstellern zu lebe«.Zuerst widmete er sich der Dichtkunst, die er aber bald, auf Anra-then seines Freundes, des Dichters Des - Jveteaux, mit dem Stu-dium der Geschichte und Politik vertauschte. Dieser verschaffst ihmauch die Stelle eines RichtoffizierS (Okücicr koinreur) bei der Ar-tillerie, die er während zwei Feldzügen in Flandern mit großemWiderwillen bekleidete, worauf er den Abschied nahm, und sich >"das Collage Saintc-Barbe in Paris unter Bücher und Manuskriptevergrub. Der Herzog von Richelieu, der sich gern Gelehrte, be-sonders Historiker verbindlich machte, von seinen unbemittelten Um-ständen, und seinem Vorsätze, eine Geschichte von Frankreich zuschreiben, unterrichtet, schickte ihm yoo Liores in einem, mit sei-nem Wappen gestickten Beutel, und blieb auch stets sein Gönner.Dadurch aufgemuntert, gab er schon 164z den ersten Theil seinerGeschichte von Frankreich (in Fot.) heraus, und erhielt zum Loh«den Titel eines Historiographen von Frankreich mit einer Pensts«von 4000 Livres. Der zweite und dritte Theil erschienen M"und 1651. Seit 164h, war er Mitglied der Akademie der Wissep-schaften, und wurde 1Ä75 deren beständiger Secretär. .^»1er Mitarbeiter am Diccionnsi, e llo 1 '^caclemie. Ein Auszugseiner großen Geschichte erschien unter dem Titel: Kbrege cl-iona-loKigne lle I'Ilisroire lle k'i-»>oo, Z Vol. 4. (Amsterd. Edlt. l ?o6 Boe. rs.)z er ist viel besser als das Hauptwerk, und IFreunde halsen ihm dabei. Er gab darin eine Geschichte »es
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