Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Milchzucker Mllitärschulcn »04z

Echlüsselbeinvene, von wo er weiter sich in der großen Hohlven/dem übrigen zurückkehrenden Blute beimischt. Säugende Müttererzeugen davon eine größere Menge, die sich dann in den Brüst enals Milch absondert. I*.

Milchzucker ist ein süßlich-erdiges crystallisches, weitesEduct aus den Molken, welches man durch Verdampfen der abge-klärten Molken erhält (s. d. Art. Milch) und von der Schweizund andern Milchländern aus im Handel bringt. Er dient alsArzneiwaare, und ist seit i6io erst durch Bartholdi in Europabekannt. r.

Milder-Hauptmann, eine bsrühmte Sängerin u»d Schau-spielerin, geboren in Smyrna, lebte sonst in Wien und heiratheteeinen gewissen Hauptmann, dessen Namen sie zu dem ihrigen hin-zufügte, und ist gegenwärtig seit 1815 bei der deutschen Oper desberliner Rationaltheaters angestellt. Sie hat eine vorzüglich schöneund kräftige Stimme, und eine majestätische Figur, welche sie zuRollen, wie Medea, Jphigenia geschickt macht. Die Rolle derEmmclina hat der Componist Weigl für sie geschrieben. Ihr Ge-sang ist einfach-groß und ohne künstliche Verzierung.

Militärschulen. Man muß Militärakademien von Cadet-tcnhäuiern und Militärspecialschulcn unterscheiden. Die Militär-akademie ist eine höhere Lehranstalt für die wissenschaftliche Bil-dung angehender Offiziere (s. d. Art. Militärwissenschaf-ten). Der Unterricht wird von Professoren und Offizieren inakademischer Form ertheilt; denn man setzt die nöthigen Verkennt«Nisse in Sprachen, Geschichte, Mathematik, Erdbeschreibung undmechanischen Grundfertigkeiten, so wie ein schon entwickelt-s Fas-sungsvermögen voraus. Außer den eigentlichen Militärwissenschaf-ten, mit bc anderer Rücksicht auf den Dienst im Felde, werdenaber auch die militärischen Hülfswisscnschaften, insbesondere Kriegs-geschichte, militärische Geographie und neuere Sprachen gelehrt.Gewöhnlich befinden sich Militärakademien in Residenz - oder Haupt-städten, wo es weder an Lehrmitteln noch an Gelegenheiten zurvractische» Heer- und Waffenkenntniß fehlt; auch haben diese Au-stollen eine militärisch - disciplinarische Einrichtung. Wäre diesnicht der Fall, so würde es unstreitig zweckmäßiger seyn, denLortraq der 'Militärwissenschaften einer besondern Facultät an denUnivcrsitäten zu übertragen, wodurch die allgemeine wissenschaft-liche Bildung in eine innigere Verbindung mir der besondern käme.Zu d>n Militärspecialschul'en gehören die Artillerie- und In-genieur-Akademien', welche gewöhnlich in Einer Anstalt verei-nigt sind. Der Unterrichtsplan derselben ergibt sich aus dem Be-griffe des Artillerie- und Gcniewesens. (S.d. Art Artillerie-undLngenicurkunst.) Cad ettenhäuser sind militärische Erziehungs-und Unterrichtsanstalten, in welchen Ofsrzierssöhne, und giwöhn-lrche adelige Jünglinge auf Kosten des Staats unter militärischenFormen in den gewöhnlichen Schulkenntniffen überhaupt, in denobern Classen aber insbesondere für den Dienst im Felde unterrich,i", und in dem Gebrauche der Waffen geübt werden. Sie verei-nigen daher mehrere Zwecke: 1. als Frei schulen für die Söhnedes ärmeren Adels, insbesondere der Offiziere, wobei solche, dennAter im Felde geblieben sind, bei der Aufnahme die erst- Berück-Nchtigung verdienen; 2. als Elementarschulen, indem die Kna-«en die ersten Anfangsgründr der Sprachen, der Realkenntnisse