Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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'v^8 Militärwissenschaften

befestigungskunst (Dorrificslion passaAri/e), welche diejenige»Werke erbauen und erobern lehrt, die zur Sichccstellung der Trup-pen ^in einem Feldzuge ccfoderlich sind. Noch kann man mit die-fem^hcile dcrBefestigungskunst die Pon to nnierwissenschafl,oder die Lehre verbinden, alle mögliche Übergänge über Flüsse theilsdurch einzelne Fahrzeuge, theils durch verschiedenartige Brücken,wie sie gerade die Lage der Dinge gestatten, sicher und schnellzu bewerkstelligen, b) In die beständige Befestig ungs-kunst .(s'oiriücsrlon rc»v:.ls xerrno^onrs), welche Plätze so zu be-sestigen lehrt, daß sich Wenige mit Vortheil gegen Viele darinvertheidigen können; und die zugleich die Lehre vom Angriffund der Vertheidigung (Aerague er Daten»«) solcher Plätztenthält. Nun folgt auf die Fortisication ll. Die angewandt«Tactik iin engern Sinne, oder die cigentlicheKriegskunst. Dieselehrtdie Anwendung der auf die gebräuchlichen Waffen gegründeten rei-nen Tactik, um dasHeer in allen militärischen Borfällen, d. h. i»Ruhe, Bewegung und im Gefecht, auf jedem Terrain zu sichern.Aus der feststehenden Anordnung der Truppen, d. h. aus der Ruhegeht man in die Bewegung und aus dieser zum Gefecht über.Hieraus folgt, daß man in der Ordnung ruhen muffe, in welcherman sich bewegen oder fechten will, und daß man sich so bewegenmüsse, wie mgn fechten oder ruhen will. Die Handlung des Ge»fcchts ist ein Wechsel von Zeitpunkten der Ruhe und der Bewe-gung; ihre Gesetze können also ohne die Kenntniß der Gesetze derRuhe und Bewegung nicht verstanden werden. Die Anordnungwährend der Bewegung richtet sich aber ngch der während derRuhe; woraus folgt, daß die Kenntniß der letzterer die Grund-lage der ganzen Kriegskunst ist; ferner, daß es bei dieser über-haupt auf eine dreifache Kenntniß ankommt, auf die Kenntnißher Anordnung während der Ruhe, der Bewegung unddes Gefechts. — Die Lehre von der Kenntniß der Anord-nungen während der Ruhe nennt man Stellungskunst,die Anordnungen während der Bewegung Bewegungskunst,lind die währenddes Gefechts die Gefechtslehre. Die dritteHauptlehre von den Anordnungen der Truppen in allen Kriegsvor-fällen, zur Erreichung des letzten Zwecks (des Staatszwecks) de§Krieges, macht die Strategie oder die Wissenschaft desFeldherrn aus. In dieser wird gezeigt, wo und wann die Äv-ordnungen gebraucht werden müssen, welche die Kriegskunst ausder reinen Tactik für alle Fälle der drei militärischen Haupthand-lungen entlehnte, und auf die verschiedenen Lerrainarten zu Ver-hütung eines nachtheiligen Gefechtes anwandte, um dadurch dasganze Land 'in Sicherheit zu stellen, Die Strategie wird einge-theilt: I. In die Strategie an und für sich, oder i".Wissenschaft der Anordnung her Truppen in allen drei Hauptknegs-Handlungen, nach ihrer besondern Anwendung auf die einzelnenFälle, um den in dem Hauptplan des Kriegs liegenden Zwecks»erreichen; II. in die Krieg Sdialcctrk. Diese ist das HMund letzte Ergebniß, abgeleitet aus dem Geiste aller M«tärwjffenschasten, indem sie die Verbindung oller Kriegshandlim-gen im Großen und ihren Gang zur Erreichung des Hauptzwe«des Krieges, der entweder die Beschützung oder die Eroberung e»es ganzen Landes seyn kann, bestimmt. Diesen Entwurfzweckmäßigsten Combination hex strategischen Mittel, mit I»