Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
1049
JPEG-Download
 

!kN

IP,

ie-

!kll

Sr

Se»

'in

fs

!tzk

tt

)rl

!Ü

in

n.

he

>er

en

tt

>e-

er

rg

er

d-

r-

d

)-

r,

t,

tt

!«

s

>r

e

n

n

e

r

c

Mim.» io 9

Rücksicht auf die sichere Erreichung des allgemeinen Kriegszwecke,nennt man den Operation ipla ».— Die Kri eg s dia lec-tik lehrt also die Encwcrfung des Operationsplans. Bei der An-ordnung desselben kommt es vorzüglich mit darauf an, nach denKräften und äußern Verhältnissen eines Staats, d. h. mit Rück-sicht auf die Nachbarn und Alliirten, und mit Rücksicht auf dieverschiedenen Gegenden, in denen der Krieg auSbricht, oder die ernach und nach überziehen kann, die zu befolgende Kriegsart imAllgemeinen und nach ihre« verschiedenen Wendungen so zu be-stimmen, daß man mit Sicherheit den entworfenen Plan des Feld-zuges ausführen kann. Hier ist die richtige Beurtheilung der Ge-genstände Hauptsache; deßhalb wird auch dieser höchste Theil derKriegSdialcctik die Krieg s p o litik genannt. Daraus folgt, daßdie Kriegsdialettik in zwei Haupttheile zerfällt, deren erster diePolitik des Krieges, oder die Ansicht von den Ursachen de»Krieges und die Rücksichten auf die auswärtigen Verhältnisse de»Staates bei der Kriegssuhrung, der andere aber die Operations-lehre, d. i. den Operationsplan des ganzen Krieges selbst, ent-hält. Man vergl. d. Art. der einzelnen Kriegswisscnschaften undKrug-S System: der Kciegswissenschaften und ihrer Literatur,Leipzig, 1815, der die militärischen H a uptwiffenschaften in ma»teriale und formale, die Hülfswissenschaften aber in graphi-sche (Kriegszeichenlehre, Kriegscrdbcschreibung, und Militär-Staatslehre) und in historische (Kriegsgeschichte, Kriegskunstge-schichte und Krieger-Geschichte, eintheilt. Fcrnar: des Grafen dela Rocheaymon Einleit. in die gesammte Kriegskunst, 4 Thle.Weimar, igog.— Venturini'S, von Scharnhorst's Werkeu. a. m.; als ein historisches kriegswissenschaftliches Werk aver dieberührten Grundsätze der Strategie, erläutert durch dieDarstellung des Fcldzuges von 1796 in Deutschland. Mit zwölfCharten und Planen. Wien 1814. z Theile. (Vam Erzherz. Carl).

Mimen nannten die Griechen kleine Dramen oder dramatischeSpiele, welche nicht kunstmäßig ausgebildet waren. Sie bestanden»st nur aus einzelnen, besonders römischen Scenen, zuweilen mitiinprovisirtcm Dialog, und wurden besonders bei Gastmälern vor-gestellt z einige indessen scheinen auch auf die Bühne gekommen zuseyn. Davon verschieden waren die Mimen des Sophron aus Sy,racns (um 420 v. Chr.), die wir nur in Fragmenten besitzen, undwelche dramatistrte Dialogen in rhythmischer Prosa abgefaßt unddicht fürs Theater, sondern nur für die Lectüre und für die Re-citation bestimmt waren. Sie beschäftigten sich nur mit mög-lichst treuer Darstellung von Charakteren und Sitten des gemei-nen Lebens. Sie ahmte Lheokrit in seinen Idyllen nach. Bei denRömern waren die Mimen ursprünglich planlose Poffenspiele,'welche durch ausgelaßne» Scherz das Volk belustigten; nach undnach bildete sich daraus ein regelmäßigeres Schauspiel, in welchemman besonders (aber nicht allein) durch Hülfe der GeberdenspracheScenen sslld Charaktere des gemeinen Lebens auf eine lachenerre»«ende Weise darstellte. Auch hießen die Künstler, welche dieselbendarstellten, Mimen, und sie waren von den Pantomimen, di«alles durch Gcberben darstellten, verschieden. Decimus Laberius(50 v. Ch.) und Publius Syrss, sein Zeitgenosse, sind als Mi-mographsn (Dichter solcher Mimen) bekannt. S. Ag n,t»

wrs Lomiuiorurri, Göttingen I78Y- Wir nenne» MtMSN jsdsss