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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Monstrum Montgolfier 1057

». f. 6 Voll.) er, wie an den Tssaxs ^>si)'sica1 -ruck der

erweiterten Gesellschaft, deren Vicepräsioent er war, großen An-theil hat. Er besaß ein besonderes Talent für den practischenTheil der Anatomie und die chirurgische Ausübungskunst. Nacheiner 40jährigen Verwaltung seines Lehramts that er auf seineProfessur zum Besten seines Sohnes Alexander (175g) Verzicht,und hielt seit der Zeit nur noch clinischc Vorlesungen. Sein letz-tes Werk war ein Kcoouiil ok klra srracess ok iiiociil.arioii inLcorlanli. Er war Mitglied vieler in- und ausländischen gelehr-ten Gesellschaften, zugleich Director der Bank von Schottland undFriedensrichter, in seinen Berufspslichten äußerst pünktlich, edelund musterhaft in allen Privatverhälfniffen. Er starb 17Ü7. SeineWerke erschienen in einem Ouartbandc von seinem Sohne Alexan-der Monro gesammelt (Edinb. 1781); ihnen ist Monro'L LebenS-geschichte von seinem andern Sohne Donald Monro, der zu Londonausübender Arzt war, und ebenfalls als medxcinischer Schriftstellerausgezeichnet ist, vorgesetzt. Alexander Monro hat seit 178Z'mehrere, besonders anatomische Werke von großem Werth heraus-ßegeben.

Monstrum ist jeder Organismus oder der Theil desselben,dessen Bildung von der, seiner Art eigenthümlichen Form abweicht,also Mißgeburt. Monströsen Thieren legt man höchstens anatomi-schen oder physiologischen Werth bei; gewöhnlich sind sie em Ge-genstand des Ekels. Monströse Pflanzen (gefüllte Blumen) sinddagegen beliebte Seltenheiten, deren Erzeugung zu erzwingen dieBlumisten alle Mühe anwenden. Was die monströsen Thiere be-trifft, so kann man sie in zwei Abtheilungen bringen; in solche,denen irgend ein Theil fehlt, und in solche, welche sich durch über-ssussige Bildung auszeichnen. Au den erstern gehören vorzüglichdiejenigen menschlichen Früchte, die man aoeziimli oder KopfloseNennt, und welche das Gehirn in einem häutigen Sacke, der stattdes Schädels dient, tragen. Oft fehlt ihnen das Gehirn ganz,meistens aber der obere und vordere Theil desselben. In die or-dere Abtheilung sind als zweites Extrem diejenigen zu stellen, wel-che als Zwillinge empfanden wurden, sich aber während ihrer wet-tern Ausbildung im Leibe der Mutter in einander schoben, so daßdir eine Frucht', welche sich ziemlich ungestört ausbildet, die zweite>n ihre Bauchhöhle aufnahm und ihren Wachsthum verhinderte.Der zweite Fötus bleibt nach der Geburt mehrere Jahre im Leibed,e§ ersten verborgen, wird aber endlich als etwas Fremdes durchem Geschwür theilweis, als Haare, Knochen, Zähne, ausgestoßen.Hleher gehören die Geschichten von Knaben, die menschliche Früchted<» sich getragen haben. V

"Montgolfier (Jacques-Etiennc), berühmt durch sein«Erfindung des Aörostats. Er war 1747 zu Annonay imAwarais geboren, wo sein Vater, der 17^3 starb, , eine ansehnlicheAapiermanufactur besaß. Er legte sich früh aus das Studium derMathematik, Mechanik, Physik und Chemie. Er betrieb mit scr-nem Bruder Joseph die Papiermanufaclur, welche sich bald durchA">z vorzügliche Leistungen und besonders durch die Erfindung desVelinpapiers auszeichnete. Den ersten Gedanken zu seiner Luftma-Ichlne soll ihm ein Zufall eingegeben haben. Nach Einigen bemerkte.'daß ein über einen Caffeetopf gelegter papierner Deckel in dievoyr getrieben wurde. Nach andern war es ein Weiberrock, d«n?°nv. r«x. (Suxpl. st».) 67