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Müller (Karl Wilhelm) 1069
Forschungen führten ihn in die Philosophie des Rechts, st zur Ideedes Gegensatzes als der Grunderscheinung der Welt, daher nachseiner Rückkehr nach Berlin zum Verkehr mit Naturforschern undzu einem zweijährigen Studium der Naturwissenschaften, das dembürgerlichen Fortkommen eben nicht günstig war. Zurückgeführtdurch Gentz betrat er den Dienst als Referendarius der churmärki-schen Kammer in Berlin. Aber der einmal begonnene wissenschaft-liche Trieb konnte durch die damalige preußische Cammeralvcrfassungnicht niedergehalten werden. Eine Reise nach dem Norden, nachSchweden und Dänemark, und hierauf ein zweijähriger Aufenthaltauf dem Lande in Polen mußten ihm die contemplative Ruhe ge-währen, um alle seine politischen, wissenschaftlichen und religiösenÜberzeugungen in Übereinstimmung zu bringen. Entschlossen unterder allgemeinen Unterdrückung an die Ausarbeitung großer und um-fassender Werke in der ländlichen Einsamkeit seines Aufenthaltesin Polen sein Leben zu setzen, begab er sich, um Gentz noch einmalwiederzusehn, nach Wien, trat am Zisten April 1805 zur römisch-katholischen Kirche über, und kehrte am darauf folgenden Tage zuseinem ländlichen Aufenthalte zurück. Aber die größere Wendung,welche die Angelegenheiten von Europa in demselbigen Jahre nah-men, ließen ahnden, daß auch der praktischen Wirksamkeit noch^ nicht alle Aussicht verschlossen sey. Adam Müller begab sich nachDresden, wo er großentheils im Umgänge von Gentz drei Jahre, verlebte und Anfangs des Jahres 1806 seine Vorlesungen über diedeutsche Literatur, 1307 seine Vorlesungen über die dramatischePoche, igog dergleichen über die Idee der Schönheit, und iFoyüber das Ganze der Staatswissenschasten hielt. Sie sind sämmt-lich gedruckt; die letzteren unter dem Titel: Elemente derStaatskunst. Sein Antheil an dem Kriege von i8oy trieb ihnvon Dresden nach Berlin. Von den damaligen preußischen Mini-stern wie späterhin von Hardenberg mit Auszeichnung behandelt,konnte unter den gegebenen politischen Verhältnissen dennoch feineAnstellung nicht erfolgen: außer seinen Vorlesungen überFriedrich denZw eilen, hat er während dieseszweijährigen Auf-enthaltes durchaus in keiner öffentlichen Beziehung gestanden. Im Mas1811 ging er nach Österreich, lebte dort durch zwei Jahre, mit demj Wohlwollen und der Freundschaft des Erzherzogs Maximilian vonÖsterreich-Este beehrt, in dessen Hause für die Wissenschaften und, einen Eirkel auserlesener Freunde. Nur im Frühlinge des ZahreS, 1812 hielt er vor einer Versammlung von mehrern hundert Perso-1 »en seine Vorlesungen über die Beredsamkeit. Dos glückliche Jahrj 1.81z berief ihn zur öffentlichen Wirksamkeit. Er wohnte als thä-! «ger Zeuge in der'Eigenschaft eines k. k. Landescommissärs Und! tyrolischen Schützenmajors der letzten Befreiung von Lyroll bell-l 1814 ward er als Regierungsrath und erster Referent in allen Ot->'ganisationsangelegenheiten dieses Landes verwendet, bis er« imApril 1315 vom Fürsten Mctternich nach, Wien berufen, dem Feld--Hoflager des Kaisers nach Heidelberg und Paris folgte. Dort er-nannten ihn Se. kaisevl. konigl. Majestät zu Ihrem General-Con-Nil in Sachsen, welche Stelle er noch gegenwärtig bekleidet und inMzig wohnt. Er redigirt hier auch seine 1816 begonnener»
! «t a a t s a n z e k g e n.
Müller (Karl Wilhelm), chursächsischer geheimer Kriegsrath-«NL Bürgermeister zu Leipzig, verdient durch sein« kräftig« und