Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
1077
JPEG-Download
 

shä>

ilea.

L«,

u»d

a»K

aiif

Xrp

! bvU-<!cod«oft»

Ȁ

«

ant

mp»

lern

Haß

hol!-,

u»t

IMS

iöl»

r!^

da

m-

«r

«tu

r«f

^e»

iji»

»»

hatt

W»

ure-

ra

»-«

> l«S-»:rS>I»

s»

'»jl

r:o<

!S*

KS

:0»

br»ö'

»

, r^-

Münzbedarf 1077

muß: ob eis gegebner Staat seinen Bedarf an Münze wirklich br-ühe, oder in wiefern er Mangel oder Überfluß daran habe? Istnämlich jene Summe von Münze in einem bände vorhanden, so istdasselbe hinlänglich damit versehn, ist diese Summe nicht voll-ständig da, so hat das Land Mangel, ist mehr als die Summevorhanden, so hat dasselbe Überfluß an Münze. Was aber dieMenge der mittelst Münze zu leistenden Zahlungen betrifft, soAchtet sich dieselbe nicht nach der Menge und Größe der Tauschn»,schäste überhaupt, sondern vielmehr nach der Menge und Großederjenigen Tauschgeschäfte, welche vermittelst Münze abgemachtwerden müssen; denn in ünzähligen Füllen vertritt der Credit dieStelle der Münze, die Tauschgeschäfte kommen schon vermöge ge-genseitiger Versprechungen zu Stande und wirkliche Zahlungen fm-l den gar nicht Statt. Namentlich werden beim Weltverkehre! die großen Tauschgeschäfte meistentheils durch Wechsel abgemacht.Wird nun bei zwei mit einander verkehrenden Nationen dar Wech»sslzeschäft mit der gehbrigcn Lebhaftigkeit betrieben, so bedarf erzu diesem Verkehre keiner größer» Münzmasse, als gerade crfoder-I>4 ist, um den Unterschied (die Differenz) der gegenseitigen Schul-den auszugleichen. Luch im Nation al-Verkehre werden unzäh-kgr Handelsgeschäfte bloß mittelst der Wechselbriese abgemacht, undft treten bloß« Federungen einzelner Privatleutö an Andere häu-stg an die Stelle wirklicher Münze; je öfter aber ein solcher FallAntritt, desto weniger Münze wird zur Ausgleichung der in den'Tausch gebrachten Werthe «rfodert. Auf gleiche Weise Wie dir. Wschselbricft kdnnen auch alle Arten von Bank-Actien, Privat-W> Etaaltschuldscheine, welche einen anerkannten Credit haben, i»Men Fällen bei Zahlungen die Stelle der Münze vertrete», daherdtdärf man in Ländern, wo viele dergleichen öffentliche Verbrie-stmgen umlaufen, bet weitem nicht so viel Münze, ali da, wo- Piche Urkunden nicht in Überfluß vorhanden sind. Es ist jedoch nichtrloß die Menge wirklicher Zahlungen, welche in einem gewisse»Zeiträume mittelst Münze zu leisten sind, wodurch der Bedarf derintern in einem Lande bestimmt wird, sondern zugleich die An-zah-l der Male, da die zur Zahlung anzuwendenden Munzstücke wäh-rend desselben Zeitraums ihren Mgenthümcr verändern; je öfte»Ae solche Veränderung eintritt, desto geringer ist der Bedarf anMünze. Ei geht zugleich hieraus hervor, wie unmäglich es ist,«der den Münzbedarf eines Volkes zu seinem innern und auSwär-"gen Verkehre ein nur einigermaßen richtiges Urtheil zu fällen,und wie trüglich die Berechnungen find, welche man hin und wie-der in dieser Hinsicht anzustellen versucht hat; denn atS wesentlicheBedingungen hierzu sind erfodcrlich nicht nur eine vollkommeneKenntniß vom Unifange des werthexzeugendeo Lodens deL Volk-,°er Höh« seiner Bevölkerung und der Masse seiner Erzeugnisse,Zubern zugleich eine genaue Bekanntschaft mit dem Krade seinesKunstfleiße«, seinem.Hange zum Lebensgenuß, seiner sittlichen Bil-dung und vorherrschenden Leidenschaften; Bedingungen, deren Da-seyn in dem erfoderlichen Grade »irgend6 zu erwarten steht. We«Möchte er wohl gelingen, nur die Summe von Ausgleichungen in, Erfahrung zu bringen, welche in einer einzigen kleinen Stadt an(wen» einzigen Lage vorfallen, und wie oft dort dieselben Aah-tungSmittel an diesem Tagt ihren Eigenthümer verändern? Undm Heft, sch-r, ft» Hinsicht deß eintägigen Lerkehrs einer ein«