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Münzumlauß
Lnuksmü »»Masse eines Volk« hat die Zunahme und Abnahm«seiner Eapitglmünzmasse durchaus nichts gemein, beide der«,hen vielmehr auf vöflrg verschiedenen Grundsätzen. E< kann ineinem Lande die Masse der umlaufenden Münze bedeutendzunehmen, während die Masse der Münzcapitale abnimmt,«»d umgekehrt kann die Masse der Münzcapitale einer Ra.tion sich vermehren, während die Masse der bei ihr umlaufen-den Münze sich vermindert. Die Beantwortung der Frage: oddie Masse von umlaufender Münze bei einem Volke großoder gering sey, beruht auf einer Kenntniß sowohl des Umfangtund der Ausdehnung der Tauschgeschäfte, als auch der Beschaffen-heit dcS Umlaufs^ die Größe.oder Geringfügigkeit des Capital-münzborvath s hingegen ist lediglich zu beurtheilen nach demVerhältnisse, w-elcheS Statt findet zwischen Angebot und Nachfragevon Müuzcapitalen. Die Verwechslung der Begriffe von Capital-,münzvorräthen und Umlaüfsmünzvorräthen hat häufig zu Irrthü-mern und Mißverständnissen Airlatz gegeben- Manchem wird «Shei Aller Sicherheit, welche er zu leisten vermag, schwev, zu gerin«"gen, wenigstens mäßigen, Zinsen Münzcapitale zu erborgen, wäh-rend alle Tauschgeschäfte im Sande mittelst gewöhnlicher Münzeabgemacht werden und es einem Jeden, welcher Waaren anzubrs-tön hat, leicht wird, dieselben zu hohen Preisen zu verkaufen.Die Schwierigkeit, welche jener Münzsuchende antraf, ist nicht i«Mangel ah Münze überhaupt, sondern vielmehr in dem Umständezli suchen, daß,entweder gerade zu der Zeit, da er das DarlehNzu erhalten wünschte, wenige Münzcapitale unbenutzt vorräthiglagen,, oder darin, daß viele Staatsbürger Gelegenheit, finden,Münzcapitale auf eine vortheilhaste Weis? anzulegen, oder endlichdarin, daß beide Ursachen vereint wirkten. Dagegen können indem-snben Lande zu einer andern Zeit, wenn weit weniger MünztÜberhaupt dort vorhanden ist, Münzcapitale zu geringern Jenseitund mit mehr Leichtigkeit, als vorher, zu bekommen seyn,.weilgerade entweder viele Münzcapitale unbenutzt in den Händen derRation befindlich sind, oder weil weniger Gelegenheit als vorherAch zeigt zu nützlicher Anlegung von Capitalen. In staatswrrthfschaftlicher Hinsicht hat die Lebhaftigkeit des Münz um«Laufs nur in so fern einen Wekth,' als die Veräußerungen ein»filchen haben, von welchen jener Umlauf die Folge ist. Geschehenvre Veräußerungen ohne allen, oder wenigstens ohne hinlänglichesGegenwerts,, wie z..B. bei zweckwidrig verwandten öffentlichesAbgaben, .bei Theurung rc., geschehen sie so, daß das Rationäkca-pital dabei gefährdet ist, so sind sie keineswegs zu rühmen und dieLebhaftigkeit des MänzumlaufS ist viel mehr eine trartrige,. als er-freuliche Erscheinung. Geschehen dieselben hingegen auf solche Weist-daß dabei daS Capital und eben dadurch das Einkommen der Na-sion vermehrt wird, so sind die Veräußerungen und der.Lurch sieveranlaßt« Münzumlauf höchst preiswürdig. Ein lebhafter. Münz«tttnlauf beldeis't auch nicht immer einen hohen Wohlstand deSVölk«,'sondern vielmehr nur einen bedeutenden Umfang von Tauschge-schäften, welcher bei ihm Statt hat. Zu einer Zeit, da der Wohl-stand des Volks im höchsten Grade zerrüttet ist, kann ein stark»und lebhafter Münzumlauf, bei ihm Statt finden, während fseiner andern, da derselbe in seiner Blüthe steht, nur wemg Münz«in Umlauf seyn kam». So ist wählend einer, das HarH «st
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