ro84 Münzwardel» MurHinische Gefä§e
Ach kein«» Einfluß auf den Ratkonalwohlstand hat, so ist dagegender wohlthätige. Einfluß, welchen die Schnelligkeit des Um-lauf» in dieser Hinsicht äußert, ganz unverkennbar. E» bewirk!derselbe nämlich, daß die Münzmasse nicht in demselben Verhält-«Ilse vergrößert zu werden braucht, al» die Masst der Veräußerun-gen zunimmt, daß also ein Volk, wenn die Masse der Veräußerun-gen sich verdoppelt, die Münzmasse nicht ebenfalls zu verdoppeln,!sondern vielleicht nur um die Hälfte zu vermehren braucht, als«die Anschaffungskostcn der Hälfte von der vorigen Münzmasse zu!«sparen und auf andere Gattungen der Wertherzeugung zu ver>!»enden im Stande ist. (S. Münze.) IllVl.
Münz ward ein (Guardein), da» Amt dessen in der Mänzßwelcher da» Korn und Schrot der Münzen (s. Münzfuß) bestimmt,de-rechnrt und probirt. Er ist von dem Münzmeister verschie-den, der die Aufsicht über das Mechanische des Münzens führt, ab««ft »nt jenem eine Person.
Murner (Thomas), als deutscher Satiriker des ibkn»Jahrhunderts merkwürdig. Er war, wie fein Muster in der bi-
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zwar tm Jahr 1475. Er studirte Theologie, wurde dann Franzis-kaner, und hatte die Ehre, vom Kaiser Maximilian I. igoü eltDichter gekrönt zu werden. Seint satirischen Schilderungen, be-sonders seine Angrhffe der damals verderbten Geistlichen zogen ihmviele Verfolgungen zu. Doch war er ein eifriger Katholik' utiiGegner Luthers, wie seine Jnvectiven gegen diesen und sein Kkflchen- und Keheralmanach von 1536 bezeugen. Auch folgte sr derEinladung Königs Heinrich VUl. nach England und nahm ün bellDisputationen über Katholicismus und Protestantismus Theil.Nachher hielt er sich in der Schweiz auf, predigte gegen den Pro-testantismus, wurde aber auch von den katholischen Eantoneir die-se« Landes verwiesen, und starb als Doktor der Theologie u«,1536, nach Einigen schon 1531. Er war überhaupt ein u»ruhizerKopf, voll redlichen Eifer, aber heftig, ungestüm, derb, grob undpersönlich, und in dem Bedürfniß, seinen Witz auszuschütten, um-ständlich und geschwätzig. Seine Sprache ist kräftig und oft neu.Die vorzüglichste seiner Satiren ist die Narrenbeschwörung, Straßburg 15x2 und nachher mehrmals; hier zeigt er sichals Kenner der menschlichen Starrheiten, die er ohne Ordnung gei-ßelt, und liefert manche« kräftige Sittengemählde seiner'ZeihSeine Schelm enzhnft (1512, 4. und ebenfalls in mehreren spä-tern Ausgaben, mit Erklärungen und Giessen, Halle 1788,entlarvt den Orden der Betrüger. Zu seinen übrigen Schrif-ten, die man in Kochs Compcndium der deutsch. tzit.> Lh. l- A154 findet, gehört auch die Gäuchmatt oder die GeckrnwW,und seine geistliche Badefahrt (Gtraßb. 1514), esss'religikst»Gedicht in Reimen. Auch hat er den Lyll Eulenfprtgrl br-eirbeit«, t (s. d. Art.). Vgl. Wal darr von Lh. Mulmers Lebt»und Schriften, Nürnb. 1775. '
Murrhinischc ober Murrhenische Gefäße, v-w» mun,1,1,1», gehören zu den Prachtgefäßen der Alten, wende sich durchKostbarkeit des Stoffes, wie durch Schönheit der Bearbeitung aus-zeichneten. Sie waren durch Pompejus aus Asien nach Rom,ge-»racht worden, al» dieser den MithridateS besiegt hatte, und w«r-Ven mit ungHruren Preisen bezahlt. Über ihren Stoff sind die Alter-
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däctischen Satire, Sebastian Brand, zu Straßburg geboren^ und, iit
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