Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Nationalökonomie icy7

an- hinlänglich gelesen zu haben und gab dann wieder in dieser zwei-lete te» neue Beweise, daß er bloß darin geblättert habe. Nur etwauiö Schmal z, der jedoch in der Hauptsache Physiokrat geblieben, gabze« sschöne Beweise seiner Bekanntschaft mit der smith'schen Theorie.ei>- Xus dem Wege, welchen Smith eröffnet, ist man seitdem inen. , Deutschland und Frankreich mit gutem Erfolge fortgeschritten. Indie Frankreich sind es vorzüglich Canard, Garnier, Say undSy> Simonde, in Deutschland Krau-, Lüder, Murhard, Sar-re» torius, Christian von Schlözer und Boß, welche zur Wer-det breitung und Vervollkommnung der smith'schen Theorie kräftiger, beigetragen haben. Insbesondere gebührt Süd er das Verdienst,diese Theorie gereinigt von einzelnen Irrthümern, erläutert durchder neue treffende Beispiele und zusammengerückt zu einem leichter zuol übersehenden Ganzen in einer neuen Gestalt dargelegt zu haben. —ill. Einen Hauptgegner fand Adam Smith an seinem L ndsmann,lall Lord Lauderdal«, dessen Werk: An inonil)- inro rlis nnrnr«

ill »nä orißin <,5 puhlio wesllss LNÜ inro INS nieano »nck canseo

da ok rrs increase (LäiniiurAlr er I.onclon Ifloss.) nichts Geringe-lt» re« zur Absicht hatte, als den gänzlichen Umsturz der smith'schen

lli> kehre. Scharfsinn, aber auch sophistischen Witz, kann man diesem

lc» Schriftsteller nicht absprechen und wenn der letztere, so wiewohlLnhäng-

»r lichkeit an eine politische Partei seines Vaterlandes ihn öfters ver-

er- blendete und zu Irrthümern verleitete, so ist doch die Verbreitung

di« mancher seiner Ansichten und deren Erörterung der Wissenschaft

", förderlich gewesen. So groß und allgemein anerkannt inzwischen

ist die Verdienste sind, welche sich Adam Smith durch die Hiraus-

e» gäbe seines unsterblichen Werks über den Nationalreichthum um

al< die Nationalökonomie erworben hat, so ist dieses Werk doch weit

ei- entfernt, auf den Namen eines Systems Anspruch machen zu tön-st- nen; die Begründung eines solchen Systems war vielmehr dem

» Grafen von Soden vorbehalten. Die Überzeugung, daß für die

hr StaatswirthschaftSkunde ein allgemeines, die ganze gesellig« Mensch-

r- heit umfassendes, Grundprinzip oder Gesetz vorhanden seyn müsse,

e, welches von jeder Natipn, unter jedem Verhältnisse, in Beziehung

>d auf die ganze Menschheit beachtet werden müsse, wenn der Zweck

s, der Etaatswirthschaft, nämlich Bereicherung der Ration, erfüllt

o- werden solle, führte den Grafen von Soden auf die Idee, bey

st Staatswirthschaft müsse noch eine eigne Wissenschaft zum Grunde

w liegen, die jenes Gesetz umfasse, und die Gränzen der StaatS-

wirthschaft bezeichne; diese Wissenschaft nannte er zuerst N atio-»alökonsmie. Das Lehrgebäude , welches der Graf von S o»" den unter diesem Namen (die N ltionalökonomie, ein philpsophi-

^ scher Versuch über die Quellen des Nationalreichthums und über

n die Mittel zu dessen Beförderung. Leipz. 1804 — iglss. 6 Theile)

» ^gestellt hat, beruht auf dreierlei zum Theil verschiedenartigen

° Grundsätzen; nämlich r. auf ethischen, indem untersucht wird»

st «b der Staat in Ansehung des Wohlstandes der Nation Pflichtenhabe, und welches das Prinzip dieser Pflichten sey. Das Resultatu dieser Untersuchung ist, daß der Staat allerdings verpflichtet sey,

st Nicht bloß für die innere und äußere Sicherheit, sondern auch dqfur

" tu sorgen, daß sich die Staatsgefellschaft nicht von ihrem Zwecke,

» dein allgemeinen Wohlstände,'entferne, vielmehr dem höchstijiögli-

b chen Grade desselben nachstrebe; 2. auf juridischen, indem un-

tersucht wird, was für Rechte dem Staate in Beziehung auf frine