Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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1106
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no6

Nichols Nicvmedes

die Augen verbinden; aber er riß das Tuch weg und rief unwillig-„Habt ihr vergessen, daß ich 26 Jahre lang unter Kugel» gestav-den?" wendete sich gegen die Soldaten, erklärte feierlich den geguihn ergangnen Urthelsspruch für unrecht, legte dann die Han!aufs Herz, und sagte mit fester Stimme: „Fehlt nicht! ES leb«Frankreich! — Feuer!

Nichols (John). Dieser noch lebende gelehrte Veteran Eng,lands, dem wir außer seinen eigenen Schriften (z. B. Gedichte,biographisches Wörterbuch, topographische Bibliothek von Eng-land rc.) auch sehr schätzbare Ausgaben von Werken anderer britti-scheu Schriftsteller (Shakspeare und Swift) verdanken, wurde tm2ten Februar 1744 oder 1745 zu Jslington geboren, dort in ein«Erziehungsanstalt gebildet, und zuerst zum Seedicnst unter seinemMutter-Bruder, dem Seelieutenant Wilmot, bestimmt, als aberLetzterer starb, in seinem dreizehnten Jahrs in der Offizin des be-rühmten Buchdruckers Bowycr angestellt, der ihm bald die völligeLeitungseiner Druckereigeschäfte überließ, und ihn 1767z» seinem Com-pagnon annahm. Nach des Letzter» Tode, im August 1778, ver-band sich Nichols mit David Henry zur Übernahme des Gentle-man-Magazins. Jedes Blatt dieser Zeitschrift lieferte Beweiseseiner Thätigkeit und seiner Talente. 1787 wurde er von der an-tiquarischen Societät zu Edinburg, und 1785 von einer ähnlichenGesellschaft zu Perth zum Mitgliede erwählt. 1804 wurde er vondem Stadtviertel Farringdon zum Mitgliede des Stadtraths er-wählt, und 1307 zum Deputirten dieses Viertels ernannt. 180-swar er Vorsteher der Buchhändlergesellschaft, aber den 8ten FebruarI8o8 hatte er das Unglück, seine Buchdruckerei und Buchhandlungin einer Feuersbrunst zu verlieren. Lurch dieses Ereignis würd!»viele schätzbare Werke ein Raub der Flammen. Doch seine uncr-müdete Thätigkeit setzte ihn in den Stand, seine Verbindungen mitdem Publicum auf die ehrenvollste Weise wieder anzuknüpfen.

Nicholson (William), einer der ausgezeichnetsten englische»Mathematiker, geb. 175Z, erhielt auf. einer Schule im nörd-lichen Uorkshire seine erste Erziehung, verließ sie im i6ten Jahre,und machte bis 177z zwei Reisen nach Ostindien, besorgte darausdie Handlungsangelegenheiten des verstorbnen Wedgewood auf demKontinent, widmete sich bann ganz den gelehrten Beschäftigungen,errichtete in London und an mehreren Orten Englands Ecziehungs-institute, und hat mehrere mechanische Kunstwerke verfertigt. Auchhat er viele naturwissenschaftliche Werke geschrieben, und andere vonChaptal, Fourcroy ins Englische übersetzt. Eines seiner letzte»Werke ist tlie dritislr Lnc^olopaeäi», 6 Voll. 1307— I 80 Y. 8-war wegen Schulden, in die er sich durch viele Entwürfe und über-nommene Geschäfte gestürzt hatte, im Gefängniß, als dieselbe er-schien. Er starb im Juni 1315.

Nicolini, der Name mehrerer ikalienischen Componr'stcn undSänger, unter welchen Carls Nicolini, der mit dem Beiname»belle Cadenze um 1770 in Italien blühte, Francesco, ein Kom-ponist, der von 1669—1635 zu Venedig lebte und mehrere Oper»schrieb, und ein jetzt lebender Theatercomponist, Giuseppe Ni-rolini, bekannt ist, welcher nebst mehreren Scenen unter an-dern I bacosuali <ll Koma 1800 für das Theater vön Mailandschrieb.

Nlcomede», s. Bithynren und MithrldateS